12.7.2009

Meta

Posted in Schreibtisch at 13:15 by Tokbela

Auf der Suche nach Literatur über Kosten-Nutzen-Analysen für meine Projektarbeit im Netz stoße ich nur auf Foren, in denen User berichten, dass sie bei der Suche nach Literatur über Kosten-Nutzen-Analysen für ihre Projekt-/Haus-/Diplom-/Whateverarbeit im Netz nix finden.

2.10.2008

Italia

Posted in Schreibtisch at 18:01 by Tokbela

Tok zu D.: “Mach mal bitte wenigstens einen weiteren Knopf von deinem Hemd zu. Ich habe eben deinen Bauchnabel gesehen und das auf nüchternen Magen!”

D.: “In Italien trägt man das so.”

27.9.2008

Umgestellt

Posted in Schreibtisch at 20:08 by Tokbela

Telefon (motiviert): Klingelingeling!

Tok (kundenfreundlich): “$Unternehmen, Tok am Apparat, guten Tag. Was kann ich für Sie tun?”

AD (wutentbrannt): “Un-mög-lich! Da zahlt der Kunde jah-re-lang seine Lebensversicherung und bekommt jetzt nen Brief und da steht eine komplett andere Lebensversicherungssumme als wir damals vereinbart hatten. Und die Änderung wurde mit kei-nem Wort erklärt! Betrug! Wucher! Zeter! Mordio!”

Tok (ausgeglichen): “Hätten Sie dazu mal eine Versicherungsnummer?”

AD (schnaubend): “$Nummer. Wie kann das sein? Der Kunde ist völlig aufgelöst! Der bekommt ja nur noch die Hälfte, wenn er stirbt! Das hatten wir damals ganz anders ausgemacht, das steht auch auf der Police drauf! Ich zeig’ Sie an! Sie hören von meinem Anwalt!”

Tok (sich ein leichtes Grinsen verkneifend): “Sie meinen die Lebensversicherung, die Sie im August 2000 abgeschlossen haben?”

AD (zornig): “Jawollja. Ein jah-re-langer Kunde und Sie betrügen den!”

Tok (schmunzelnd): “Könnte es sein, dass Sie da mit DM und Euro durcheinander gekommen sind?”

AD (hörbar errötend): “Oh. Ja. Stimmt. … Dann hat ja alles seine Richtigkeit. Einen schönen Tag noch.”

(Die Geschichte vom toten Herrn D. muss noch etwas warten.)

26.9.2008

Büroschnipsel, erstmal letzter Tag

Posted in Schreibtisch at 20:18 by Tokbela

Sättigend: 40 Muffins für 20 Kollegen gebacken. Was ich nicht wusste: Kollegin hatte gestern Geburtstag und brachte 20 Brezeln und 20 Schokocroissants mit.

Wir schwelgten.

Erkennungsdienstlich: Das Stempelkissen offen neben die Maus legen und dann blind irgendwas anklicken wollen. Glücklicherweise habe ich mir das Ding nicht ans Ohr gehalten, denn das Telefon liegt da auch irgendwo.

(Und morgen gibt es die Geschichte vom toten Herrn D.)

24.9.2008

Ginseng

Posted in Schreibtisch at 20:14 by Tokbela

Wir haben im Team ein kleines Süßigkeitenkörbchen, das stets gut gefüllt ist und auch fleißig geleert wird.  Die Sache mit dem Leeren ergibt sich einfach so und die Sache mit dem Füllen übernimmt immer derjenige, der sich berufen fühlt. So die Kollegin H., deren Mann von seinem Chef koreanische Knabbereien bekommen hatte.

H. nahm die Schachteln, die ein wenig wie edle Pralinenverpackungen aussahen, mit zur Arbeit und schüttete den Inhalt ins Körbchen. Sahen ein wenig seltsam aus, die Pralinen, aber Korea ist eben Korea. Und so probierte das erste Teammitglied… den getrockneten Ginseng.

Nach nur drei Sekunden galt es als eine Art Mutprobe, ein Stückchen zu essen (bestanden. Schmeckt so, wie ich mir Kautabak vorstelle – nur giftiger. Außerdem bekommt man den Geschmack gute anderthalb Stunden nicht mehr los) beziehungsweise wurden Mitarbeitern, die bei der Erstverkostung nicht anwesend waren, vorgeschwärmt, wie unglaublich köstlich diese koreanischen Spezialitäten seien und dass man sich schnell ein daumengroßes Stück sichern sollte (meines war gut würfelzuckerstückchengroß und hat gereicht).

Komisch eigentlich, dass keiner protestiert hat, als der Teamleiter das Zeug schließlich entsorgte.

Aber sehr gesund und angeblich aphrodisierend.

24.8.2008

Mondphase

Posted in Schreibtisch at 23:08 by Tokbela

A neverending Story: Im Rahmen wichtiger Arbeiten vergesse ich regelmäßig Abgabetermine und erschrecke, wenn der große Tag nur noch einen Katzen-Raum-Zeit-Kontinuum-Sprung weit entfernt ist. So sind die Anfangsphasen solcher Arbeiten immer von großer Verschieberitis geprägt, während sich die Endphase durch Nachtschichten auszeichnet.

(Spiel für zwischendurch: Der geneigte Leser blickt auf den Zeitstempel und rät selbstständig, in welcher Phase meiner Arbeit ich mich befinde. )

Mein derzeitiges Problem ist, dass auch schwarze Schokolade (pour messieurs) und leicht limettiges Wasser (pour toks á la art de cuisine de la fehlende Französischkenntnisse) meine gewisse Grundironie und meinen Hang zur blumigen Ausdrucksweise nicht ganz verschwinden lässt, sodass ich mich in den letzten 2.000 Wörtern von einem Teilsatz zum anderen hangele. Wissenschaftliche Ausdrucksweise my ass.

Beim nächsten Mal wird alles anders. Beim nächsten Mal fange rechtzeitig an und gebe acht Wochen vor dem Termin ab. (In den letzten Nächten werde ich immer sehr reu-, nach der Abgabe stets übermütig.)

Auf die letzten 2.000 Worte.

14.8.2008

Übergestundet

Posted in Schreibtisch at 08:11 by Tokbela

“Ich geh’ morgen zum Arzt, werde wohl erst gegen 11 auf Arbeit sein. Aber keine Sorge, ich habe ein derart volles Zeitkonto; das steckt das locker weg.”, sagte ich vorgestern zum Mitarbeiter meines Vertrauens.

Tatsächlich bin ich um 10:45 ins Büro getapst und habe trotzdem keine Unterstunden gemacht.

Aber mein Zeitkonto kann das ab.

Wenn ich den Außendienst auf dem Handy anrufe, frage ich immer, ob man kurz Zeit für mich hat. Könnte ja sein, dass sie grad’ in der Waschstraße sind oder auf dem Kindergeburtstag oder entführt. So auch dieses Mal:

T: “Hallo Außendienst, hier ist $Name von der $Versicherung, haben Sie kurz Zeit für mich?”

AD: “Ja, kurz, ich bin nämlich im Urlaub in Südostasien.”

(T. rechnet kurz die Ortszeit aus und errötet leicht.)

T: “Kein Thema, es geht um den Neuantrag des Herren Schulzemüller. Ich schreib’ Ihnen eine Mail. Tschüss und schönen Urlaub noch!”

AD: “Danke gleichfalls.”

(Das hab ich demletzt auch dem netten Kantinenpersonal auf ihr “Guten Appetit” entgegengeschmettert.)

7.8.2008

Gar nicht hart.

Posted in Schreibtisch at 19:54 by Tokbela

Ich rufe eine Außendienstmitarbeiterin an; im Hintergrund höre ich ein Baby nölen. Dass im Hintergrund entweder Kinder spielen, Züge rattern, Motoren brummen oder Tiere blöken, bin ich beim Außendienst schon gewohnt und achte da nicht weiter drauf.

Tok: “Hallo Frau Außendienst, Sie wollten meinen Rückruf. Also, es ging um den Neuantrag von Frau Müllermeier mit der Versicherungsnummer…”

AD: “Oh, leider habe ich grad’ nichts zu schreiben. Liege nämlich im Krankenhaus, weil ich ein Kind bekommen habe. Aber erzählen Sie mal weiter, ich merk’ mir das schon.”

Tok: “Dann herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Sind Sie sicher, dass…”

AD: “Jaja, machense mal, ist ja mein Beruf.”

Tok: “Na gut. Also wir benötigen da noch.. [blablub]. Wäre schön, wenn Sie uns das innerhalb der nächsten drei Wochen zufaxen könnten.”

AD: “Mal gucken, ich werd’ heute Abend nochmal operiert. Aber drei Wochen, das krieg ich hin.”