21.5.2006

Strassenbahnwahn ^W fahrn

Posted in Parkbank at 17:57 by Tokbela

Der Vorteil von hallenser Strassenbahnen ist, dass man dort viele lustige Hallenser trifft. Der Nachteil von hallenser Strassenbahnen ist, dass man dort – na? – viele lustige Hallenser trifft. So geschehen eben:

Erster Akt: An der Haltestelle.

Ich besuchte einen Bekannten zwecks Zurueckgabe einer Edelstahlschuessel. Nach einigem gemuetlichen Beisammensitzen machte ich mich auf den Rueckweg. Da der gute Mann am anderen Ende von Halle wohnt (nein, das ist nicht um die Ecke, auch wenn mir Halle nicht wirklich gross vorkommt), ging ich zur naechsten Strassenbahnhaltestelle, um dort auf die Strassenbahn zu warten. Bisher war es ein wunderschoener Tag, die Sonne schien, doch es war nicht zu warm. Der ideale Tag, um an einer Strassenbahnhaltestelle zu stehen und auf eine Strassenbahn zu warten. Dachte ich mir und dachten sich anscheinend auch einige andere Leute…

Ich stand also an dieser Haltestelle. Rechts neben mir ein offenbar stark alkoholisierter Mann, der sich murmelnd mit sich selbst, seiner Plastiktuete oder imaginaeren Menschen unterhielt und dringend ein Wochenende in einem gut ausgestatteten Badezimmer gebraucht haette, links neben mir drei Frauen, die die 50 weit hinter sich gelassen hatten und im Tigerstreifenkleidchen und Joggingjacke einen recht, nun, interessanten aeusseren Eindruck machten. Zwei der drei Damen hielten sich an Bierflaschen fest, die dritte stritt sich offenbar mit dem Fahrplan, dass die Bahn schon abgefahren waere, ohne vorher Bescheid zu sagen.

Die naechste Haltestelle war in Sichtweite, also verliess ich meinen Stehplatz und ging hin. Dort angekommen setzte ich mich auf eine der reichlich vorhandenen Sitzbaenke und las ein wenig. Mit der naechsten Bahn, die nicht meine war, leerte sich der Platz, sodass ich bei Eintreffen meiner Mitfahrgelegenheit vollkommen alleine an einem gut einsehbaren Bahnsteig stand. (fuer Erbsenzaehler: Ich bin zwischendurch aufgestanden. Wenn eine Dame, und sei es eine Bahn, den Raum betritt, steht man auf.) 

Halten wir das kurz fest. Ich stehe an einem verlassenen Bahnsteig (recht weit hinten, weil ich recht weit hinten in die Bahn einzusteigen gedachte), die Bahn (ebenfalls beinahe leer) faehrt ein. Jetzt die Masterfrage: Wo haelt der Schaffner?

[ ] recht weit hinten, sodass ich in der Mitte der Bahn einsteigen kann

[ ] in der Mitte, sodass ich hinten in die Bahn steigen kann

[ ] am vorderen Ende des Bahnsteigs, sodass ich, der einzige Mensch weit und breit, gezwungen bin, zu der Bahn zu rennen, auf die ich seit 10 Minuten geduldig warte

Na?

Genau dort. Ich liess mich also keuchend (naja, inzwischen ist meine Kondition viel besser, aber was macht man nicht alles fuer ein gutes Bild) in den Sitz fallen und nahm mir ein Buch vor, um mich auf der halbstuendigen Heimfahrt nicht zu langweilen.

Und so beginnen wir:

Zweiter Akt: Antiautoritaere Erziehung.

Ich sass also lesend in der beinahe leeren Strassenbahn, als eine Dame im besten Alter (in dem sich nicht mehr alles als Lachfaeltchen deklarieren laesst) mit einem etwa sechsjaehrigen Kind einstieg, das ihr erklaerte, dass eine Elf aus zwei nebeneinandergeschriebenen Einsen besteht. Das freute mich, man lernt ja nie aus und dieser Junge schien grade damit angefangen zu haben.

Die Dame schien das Ganze allerdings wenig zu interessieren, viel wichtiger war ihr, dass sich der Kleine hinsetzt. Ist in einer beinahe leeren Strassenbahn ja auch nicht verkehrt. Also blaffte sie ihn an, er moege sich doch bitte setzen, bis er der Aufforderung folgte und sich auf einem der vielen leeren Sitze niederliess. Die Dame hingegen lieferte ihm ein glaenzendes Vorbild und blieb stehen. Direkt im Eingang. In Reichweite des Jungen und fuenf leerer Sitze.

Vielleicht ist dies ja eine Form der Erziehung, die grade aus den Staaten heruebergeschwappt kommt. "Lebe deinem Kind Alternativen vor" oder "Weg von der Norm – in drei Jahren zum Punk". Ich jedenfalls war grade den kleinen Pillen, die ich 3 Wochen im Monat nehme, sehr dankbar. 

Nachdem das seltsame Paar die Strassenbahn verlassen hatte (erwaehnte ich bereits, dass ich eine halbe Stunde und etwa die gesamte Strassenbahnstrecke dort sass?), geschah:

Dritter Akt: Hinhoeren statt Mitdenken.

Der Junge war fort, ich vertiefte mich wieder in mein Buch, als laute Stimmen sich in mein Bewusstsein vorarbeiteten. Da wurde doch nicht etwa gestritten?

Zwei Frauen redeten gestikulierend und mit verkniffenen stark geschminkten Gesichtern aufeinander ein. Die Lautstaerke entsprach dem Tonfall, und dass beide Stimmen eher dissonant klangen, liess die Situation nicht grade friedfertiger erscheinen. Ich wollte grade seufzend abschalten und mich wieder der Geschichte widmen, als die Frau in mir durchkam und ich unweigerlich die Ohren spitzte, um mitzubekommen, worum es denn ging. War der Mann der einen mit der anderen zusammen gesehen worden? Hatte der Baecker nebenan die eine bevorzugt behandelt, waehrend die andere seit einer halben Stunde auf seine Aufmerksamkeit wartete? Waren die Geranien der einen dem Pudel der anderen im Halse steckengeblieben?

Nein, die beiden unterhielten sich in vollkommen normalen Worten (nur halt im Hallenser Dialekt) ueber eine Geburtstagsfeier, die sehr schoen gewesen zu sein schien.

Ich sollte mir vielleicht doch ein Fahrrad kaufen. 

Teilchen werfen Drogen

Posted in Parkbank at 17:35 by Tokbela

Klingt ein wenig olympisch, nicht wahr? "Jetzt die Apfeltasche. Sie waehlt ihr Geraet, ein prachtvoller, sorgfaeltig gedrehter Joint. Sie holt aus, ihre Zuckerglasur funkelt in der Sonne, und wirft! Jaaa, neuer Europarekord!"

Wie ich darauf komme? Mit diesen Suchbegriffen ist tatsaechlich jemand auf meinem Blog gelandet. Glaubt ihr nicht? Ich auch nicht, bis ich das Ganze mal bei Google eingegeben und mich tatsaechlich auf der ersten Seite gefunden habe.

Also, liebe Kinder. Teilchen koennen keine Drogen werfen. Wenn ihr jemals einer Streuselschnecke dabei zuseht, wie sie mit kleinen bunten Pillen jongliert, erzaehlt mir davon und geht dann weinen. 

18.5.2006

Roland strikes back

Posted in Parkbank at 23:34 by Tokbela

Bild 026s.jpg Grade lese ich – na? – genau, den dunklen Turm von Stephen King. Nicht schlecht, das. Dabei geht es um einen Revolvermann, der auf der Suche nach – na? – genau, dem dunklen Turm ist. Viel mehr habe ich noch nicht herausgefunden, aber darum soll es jetzt nicht gehen.

Nicht sehr zumindest.

Beinahe gar nicht, waere da nicht… die Hose des Revolvermannes. Die ist mehrfach geflickt, extrem ausgefranst und gebleicht und so weiter, wie man sich eben die Jeans eines echten Revolvermannes vorstellt (Hallo Hollywood).

Soviel zum dunklen Turm, jetzt zu mir.

Im vorigen Jahr kurz vor Weihnachten habe ich mir eine Jeans gekauft. "Uiii", werden sich jetzt viele denken, "das mache ich 2 mal im Monat..". Nun, ich nicht. Genauer gesagt hatte ich meine letzte Jeans mit ungefaehr 14 Jahren.

Diese Jeans war toll. Zwar beinahe einen Tacken zu hell (ich mags dunkel, was Kleidung anbelangt), aber sie passte und war mit 60 Euro nichtmal so teuer, wie ich befuerchtet hatte. Einen Fehler hatte sie allerdings: Sie wurde zu schnell nicht mehr tragbar.

Einmal habe ich seit dem Kauf dieser Jeans 10 kg abgenommen (und mir einen Guertel gekauft, damit ich nicht aussehe, als haette ich Ahnung von HipHop) und zum anderen scheuerte sie im Schritt viel zu schnell durch. Erst wurde der Stoff dort duenn, dann bildeten sich die ersten Loecher, die ich mit Buegelflecken gestopft habe. Das hielt allerdings nicht lange, und schon nach kurzer Zeit riss die Jeans um die Flecken herum auf. Verflucht, dachte ich mir, das geht doch so nicht, dass alle Welt beim in-die-Strassenbahn-steigen meine Unterwaesche bewundern kann, und so machte ich mich hier in Halle auf die Suche nach einer neuen Hose. Bild 029s.jpg Meine Anforderungen waren nichtmal besonders hoch (bis auf die Groesse, die es nicht in jedem Geschaeft gibt *hust*). Eine Jeans sollte es sein, die ein wenig Schlag hat. Breiter Hintern, enge Knie, breite Knoechel. Ganz einfach. Also lief ich los, quer durch Halles Infrastruktur, immer auf der Suche nach _der ultimativen_ Jeans. Nach 2 Tagen und allen mir und den gelben Seiten bekannten Bekleidungsgeschaeften gab ich auf. Entweder sahen die Hosen aus wie ein Sack oder gingen nur bis zu meinem Knie (ich habe anscheinend fuer meine Koerpergroesse recht lange Beine). Mal ehrlich, wer bitte traegt denn noch Karottenhosen? Vor allem solche, die aufgrund gewisser Umfaenge eher aussehen wie Zuckerrueben?

Als Frustabbau erstand ich daraufhin eine Grossfamilienfreundschaftspackung Buegelflecken.

Naja, ich also ab nach Chemnitz, wo ich vor einigen Monaten die andere Jeans erstanden hatte.. Und siehe da, es gab den Laden nicht nur noch, er fuehrte sogar noch Damenjeans, die keinen scheusslichen Schnitt besassen!

Bild 058s.jpg Dafuer gab es nur 2 Modelle, eines (gefiel mir von Farbe und Schnitt her) nur in mir-deutlich-zu-gross (dass ich das noch erleben darf.. *schnief*) und eines mit einer Reihe von Strasssteinchen (erwaehnte ich, dass ich das Zeugs hasse? Da kann ich auch im rosa Fransentop herumlaufen..) und – wie sollte es anders sein – mir zu kurz.

Was sollte ich tun? Meine alten Jeans fielen auseinander, ich war extra nach Chemnitz gefahren.. also entschied ich mich schweren Herzens fuer die Glitzerhose *seufz*.. die sogar nach 20% Preisnachlass (ungefragt, vielleicht weil die Verkaeuferin Mitleid mit mir hatte oder von meiner Abnehmstory beeindruckt war) noch 80 EUR gekostet hat.  

Bild 046s.jpg Aber in der Not traegt Tok auch Funkelflitter und fuehlt sich damit eben wie Barbie. (Was man hochgekrempelt und mit Ringelsocken bekaempfen kann (Joe fragte daraufhin, ob bei mir der Sommer ausgebrochen waere – erwaehnte ich bereits, dass ich dunkle, gedeckte Kleidung mag?).

Heute wurde es mir allerdings dann wirklich zu bunt (haehae). Das Wetter zeigte sich naemlich von seiner regnerischen Seite und die Sache mit "krempeln wir die Hose einfach hoch, dann merkt niemand, dass die zu kurz ist" funktionierte nicht mehr.Bild 057s.jpg Nachdem Raffi und ich also einkaufen waren und ich mich ununterbrochen wie in einem schlechten 80er-Jahre-Film gefuehlt habe, beschloss ich, der alten, verblichenen, fransig gelaufenen, durchgescheuerten Lieblingsjeans ein Comeback zu ermoeglichen.. und buegelte drauflos.

Das Ergebnis sieht ungefaehr aus wie Revolvermanns Rache, aber Raffi meint, so und nur so habe eine echte Jeans auszusehen. Wo er Recht hat… *auf Blinkjeans schau*

Und dann war da noch…

.. die Sache mit dem mysterioesen Gummibaerchenverschwinden waehrend der Mikrobiologievorlesung…

Bild 036s.jpgBild 037s.jpgBild 038s.jpgBild 039s.jpgBild 040s.jpgBild 041s.jpgBild 042s.jpg

12.5.2006

Hallo da draussen!

Posted in Parkbank at 21:17 by Tokbela

Grade lese ich einen Artikel auf geo.de, der sich mit der Frage beschaeftigt, ob wir (die Menschheit) die einzige intelligente Lebensform im Weltall sind. 

Dabei stiess ich auf folgende Passage:

Der US-Physiker Frank Tipler hält dagegen: "Wir sind nicht nur die erste intelligente Spezies in der Galaxis – wir sind auch die einzige im ganzen Universum." Seine Überlegung: Die Milchstraße ist ungefähr zehn Milliarden Jahre alt. Zeit genug für mindestens eine technologisch hoch entwickelte Spezies, unsere Galaxis einmal zu durchstreifen. "Dann gäbe es aber keine Oortsche Wolke voller Kometen und keinen Asteroidengürtel mehr", glaubt Tipler. "Sämtliche dieser rohstoffhaltigen Objekte wären längst in Bauwerke verwandelt worden."

 Quelle: Geo Wissen Nr. 33 03/04

Solche Feststellungen lesen ich haeufig, Ausserirdische muessen wohl grundsaetzlich hochentwickelt sein (und schleimig, aber das ueberlasse ich den Hollywood-Regisseuren) und die Galaxie wie ihre Westentasche kennen.

Menschen, die solchermassen argumentieren, scheinen noch nie auf den "Henne oder Ei?"-Gedanken gekommen zu sein (zugegeben, der Vergleich hinkt ein wenig..). Ist es unmoeglich, dass

a) wir nicht die einzigen intelligenten Lebensformen im Universum und

b)  "die anderen" einfach nicht so super-Hollywood-blinkende-Ufos-mit-Antimaterieantrieb-entwickelt 

sind? Wir sind es doch auch nicht..

Es scheint, als haette die Wissenschaft (Wissenschaft?) ganz grosse Angst davor, von sich auf andere zu schliessen. Wie unwahrscheinlich ist es denn, dass wir die am weitesten entwickelten sind?

Wenn die Rede von extraterrestrischen Lebensformen ist, bringe ich selber ganz gerne ein Argument an,  was ich vor langer Zeit mal irgendwo gelesen habe.

Das Universum ist unendlich. Das heisst, es gibt unendlich viele Zufaelle. Also kann es doch gut sein, dass es irgendwo auf einem anderen Planeten intelligente Lebewesen gibt.

Quelle: unbekannt 

Grade habe ich aber mal darueber nachgedacht. Stimmt meine Annahme ueberhaupt? Ist es richtig, sich auf die raeumliche Ausdehnung zu beziehen? Muesste man nicht eher sein Augenmerk auf die Teilchen richten, da "die anderen" wahrscheinlich materiell sind und daher aus irgendwas aufgebaut sein muessen? Augenblick, kann es ueberhaupt unendlich viele Teilchen geben, wo doch alles (afaik) kurz nach dem Urknall auf endlicher Flaeche eingezwaengt gewesen ist?

Also fragte ich Rafayel, ob es denn seiner Meinung nach im Weltall endlich viele Teilchen gaebe. Seine Antwort erschuetterte mich. Es wuerde allgemein angenommen, dass das Universum endliche Ausdehnung besitzt. Klar sei es sehr sehr gross, aber eben nicht unendlich. (Bei Wikipedia gibt es sogar eine Tabelle mit vermuteter Ausdehnung und Teilchenzahl)  

So, und nun kommt mein Part. Wenn das Weltall endlich gross ist (darum gehts mir aber grade nicht) und endlich viele Teilchen besitzt, gibt es eben _nicht_ unendlich viele Zufaelle. Daher werde ich wohl mit meinen Argumentationen in Zukunft etwas vorsichtiger sein muessen.

Fazit: Dass Leben entstehen und sich weiterentwickeln kann, ist erwiesenermassen (hoert man mal den Kreatonisten kurz nicht zu) moeglich. Ich stelle mich hier als Beweis zur Verfuegung. Ob es abgesehen von der Erde noch andere bewohnte Planeten oder bemannte Raumschiffe (nicht irdischen Ursprungs) oder weiss-der-Henker gibt, kann man derzeit bestaetigen, aber auch nicht ausschliessen. Sicherlich gibt es immer wieder Geruechte ueber UFO-Sichtungen, die Vereinigten Staaten Von Amerika sollen vor lauter UFO-Landungen aus dem Obduzieren nicht mehr herauskommen, aber hey, offiziell bestaetigt wurde das noch nicht.

Solange es niemandem gelingt, den gesamten Kosmos auf einen Blick zu erfassen und der Menschheit mitzuteilen, was er da sieht, wird man wohl weiterhin darauf warten muessen, bis sich eine der hochentwickelten, schleimigen und uns feindlich gesonnenen Lebensformen da draussen mal bequemt, mit der Menschheit Kontakt aufzunehmen (aber bitte nicht in Form von Dauerwerbesendungen..). 

9.5.2006

Heute beginne ich…

Posted in Bibliothek at 21:41 by Tokbela

"Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste, und der Revolvermann folgte ihm."

Stephen King – Der dunkle Turm (Schwarz)

Ich töte

Posted in Bibliothek at 20:55 by Tokbela

Nein, ich toete natuerlich nicht. Vielmehr der Serienkiller, der Monte Carlo unsicher macht.

Ein unheimlicher Serienmörder verbreitet Angst und Schrecken im schillernden Fürstentum Monaco. Seine Morde kündigt der Wahnsinnige im Radio an, seine Opfer sucht er unter den Schönen und Reichen, seine Trophäen sind makellose Gesichter. Für den FBI-Agenten Frank Ottobre und Nicolas Hulot, Kommissar der Sureté, beginnt die Jagd nach einem Phantom, das ihnen immer einen Schritt voraus zu sein scheint …

Quelle: Umschlagrücken 

Ja, es ist wieder ein Krimi (Thriller! Ich wollte doch diesmal Thriller sagen!) (keine Ahnung, warum mir in letzter Zeit so viele davon unter die Nase kommen). Und diesmal waere er sein Geld wert gewesen und wird es noch sein. Ich werde naemlich meine geliehene durch eine gekaufte Ausgabe ersetzen, um die rund 700 Seiten Spannung, Intelligenz und Action nochmal geniessen zu koennen (und nochmal.. und nochmal.. und nochmal..).

Es ist nicht nur die Geschichte, die einen mit sich zieht und nicht mehr aus ihren Faengen laesst, auch die Personen sind hervorragend geschildert und entwickeln waehrend der Story ihre ganz eigene Persoenlichkeit (was mir nur ein Mal zu schnell ging – ich hasse Holzhammerliebesgeschichten à la "Hallo Detective, poppen?" – "'kay.", auch wenn diese Liebe danach echt gut wurde..). Rasante, gut geschriebene Action (an einer Stelle leider zu sehr aus billigen amerikanischen Copserien geklaut – man hebt wildfremde Leute nicht einfach am Kragen hoch, wirklich.) und eine Aufloesung, auf die man mit viel Nachdenken selber kommen kann, aber nicht muss (bei mir hat die weibliche Intuition gleich am Anfang zugeschlagen.. "Hey, derundder koennte der Moerder sein.. Auch wenn es uebelst unwahrscheinlich ist.. aber das hat doch mit Logik nichts zu tun") garantieren fuer tiefe Ringe unter den Augen und vorwurfsvolle Blicke der vernachlaessigten menschlichen und tierischen Familienmitglieder.

Alles in allem: Daumen hoch, Herr Giorgio Faletti!

Bei Interesse am Buch: Nix is! Selber kaufen!  

(Und immer dran denken: Gartenbaubetriebe nehmen gerne Expolizisten …)  

7.5.2006

Hungrig in den Sonntag

Posted in Praxis at 13:54 by Tokbela

Als Rafayel und ich gestern einkauften, sprach uns die Kassiererin an. "Bin ich heute Abend eingeladen?", fragte sie. Leider mussten wir ihr absagen, da wir dann zu wenig Stuehle gehabt haetten (es wollten 5 Leute kommen). Deswegen hier eine kleine Entschaedigung in Form einer kurzen Fotostory..

Der Abend, an dem Tok Chili con Carne machte..

Um 17 Uhr sollten die Leute kommen, um 13 Uhr kamen wir vom Einkaufen zurueck. "Prima", dachte ich mir, "da kannst du schonmal in aller Ruhe dein Chili machen und es dann heute Abend wieder waermer machen".

Denkste.

 Erst schnitt ich die Zwiebeln. Chili ohne Zwiebeln kommt naemlich bei mir nicht ins Haus. Da stehe ich besonders auf stinknormale weisse Gemuesezwiebeln, weil die im Geschmack mehr Pepp haben als die roten. Die sehen besser aus, schmecken milder, und spielen weiter unten noch eine Rolle.

Bild 005s.jpg Also erstmal 3 Zwiebeln geschaelt und kleingehackt. Sehr klein, weil einer der Gaeste kein grosser Zwiebelfan ist und es sicherlich nicht toll gefunden haette, der Hoeflichkeit wegen auf einer halben Zwiebel herumkauen zu muessen.  

Bild 011s.jpg Ab damit in den Kuehlschrank, und Kartoffeln geschaelt (das war der Moment, in dem Kroeti, die Schildkroete unserer Mitbewohnerin, gemerkt hat, dass irgendwas los ist, und neugierig und bettelnd angeschwommen kam). Auf die (Kartoffeln, nicht Schildkroete) bin ich sehr stolz, da ich persoenlich zu ihrer Entstehung beigetragen habe. Leider nur durch Unkrautjaeten auf einem Feld (da ich nicht mehr daheim wohne und der Uni und der Entfernung wegen meine Familie nicht oft sehe, konnte ich auch nicht zur Ernte da sein.. schade eigentlich, ich liebe den alten Kartoffelroder.), aber immerhin. Bild 002s.jpgDie geschaelten und halbierten Kartoffeln wurden dann zum Kochen einfach auf den Herd gestellt. Das ist prima an Kartoffeln. Einfach schaelen, schneiden, in Wasser werfen und warten.

 Zwischendurch mussten die Bohnen dran glauben. Dose auf, Bohnen in Sieb kippen, Wasser drueberlaufen lassen, bis es unten klar rauskommt und auf die Spuele stellen. 

Bild 009s.jpg Nun, waehrend die Kartoffeln gar wurden und die Bohnen abtropften, kam das Hackfleisch an die Reihe. Was ist denn schon Chili con Carne ohne Fleisch? Stimmt, Chili. Aus Kostengruenden habe ich mich hier fuer 1 kg halb&halb entschieden. Machte aber nichts, sah auch so schoen aus und schmeckte gut. Die bunten Pulver sind uebrigens Salz, Pfeffer und Paprika. Bild 012s.jpg Im Hintergrund sieht man, dass die Kartoffeln schon ganz schoen abgehen ( ;

Bild 013s.jpg Mit dem schmurgelnden Hackfleisch in der Pfanne konnte ich mich den wichtigen Dingen im Leben zuwenden. Nein, nicht meinen TI-Uebungsaufgaben, sondern der Waesche, die zwischenzeitlich fertiggeworden war. 

[Zeitsprung]

Bild 016s.jpg Wie passend, gleich nach Beendigung der Aufhaengleistung signalisierte mir das Hackfleisch durch seine braune Farbe, dass es weiterverarbeitet werden wollte. Bild 019s.jpg Also habe ich nach ein wenig professioneller Hilfe gegriffen, anschliessend die Zwiebeln, geschnittene Dosentomaten, (echt praktisch, das Zeugs. Schon geschaelt und gekocht..), Bohnen und kleingeschnittene Kartoffeln eingeruehrt und – TADAA – fertig wars, bis auf ein wenig weiterblubbern. Andere Leute nennen "weiterblubbern" auch "ziehen lassen" oder aehnlich, aber es hat so schoen im Takt von Rafayels Musik geblubbert und gezischt, dass ich das einfach wuerdigen muss.

Bild 022s1.jpg Hier war es nun an der Zeit fuer den ersten Abwasch… (Davon gibt es keine Fotos, das waere widerlich.) 

Bild 001s.jpg Oben schrieb ich, dass die rote Zwiebel "weiter unten noch eine Rolle" spielen wuerde. "Weiter unten" ist jetzt.

Nachdem das Chili soweit abgeschlossen war, baute ich mir noch einen Gurkensalat – mit Joghurt, Salz, Pfeffer, Essig Essenz (ohne Oel, obwohls auf dem Foto ist) und mit den roten Zwiebeln. Auf dem Foto sieht man, dass man nichts sieht, jedoch im wirklichen Leben bringen die roten Zwiebeln einerseits Farbe und andererseits Geschmack. Bild 008s.jpg Leider gibt es nicht mehr allzuviele Salatesser, vor allem im maennlichen Teil der Bevoelkerung. Da finde ich es gut, dass mein Papa und meine Brueder gerne Salat essen und trotzdem kein bisschen weniger maennlich wirken. Gut so, Jungs! Weiter so!

Bild 023s.jpg Kaum war der Salat fertig und ich wieder in Rafayels Armen, klingelte es schon und der erste Gast erschien puenktlich um 17 in der Tuer. Von wegen, ich waerme das Chili dann nochmal auf… *hehe* 

Bild 025s.jpg Damit es den Gaesten nicht nur fest, sondern auch fluessig schmeckt, gab es zum Chili noch 2 Kannen Tee (Pfefferminz und "Sommernachtstraum") und Rotwein (aus Jugendschutzgruenden nicht im Bild *grins*). 

Bild 010s.jpg PS: im Nachhinein betrachtet glaube ich, dass ich auch ganz gut ohne die professionelle Hilfe ausgekommen waere.

Bild 024s.jpg PPS: geschmeckt hats natuerlich allen, auch ohne Beweisfotos ( ; 

5.5.2006

Heute baumwollig.

Posted in Parkbank at 16:57 by Tokbela

 Es ist gruen, es riecht neu und ein wenig nach Farbe, es fuehlt sich toll an und sieht aus, wie… Das erste Tokbela-Fanshirt!

Vor einiger Zeit rutschte es Antje heraus. Nein, nicht das Shirt, die Idee dazu. "Tok, ich will ein Fanshirt!" sagte sie.

Die Idee war da, frischgeschluepft und aufgeregt fiepend, aber mein Kontostand verschob die Realisierung auf spaeter. Genauer gesagt auf jetzt ( :

Vorgestern hat Antje sich ein Shirt bei Spreadshirt ausgesucht, ich habe hinten "www.tokbela.de" draufdrucken lassen. Heute frueh lag es hier im Briefkasten, jetzt trocknend auf dem Kuechentisch.

 Da Spreadshirt (ich kann die Firma gar nicht oft genug erwaehnen, find die toll!) derzeit keinen Grafikdruck anbietet, musste ich, damit das Shirt ein echtes Tokbela-Fanshirt wird, selbst Hand anlegen und es mit einer Zeichnung versehen. (naja, was man so Zeichnung nennt..)

Das Motiv war Drache&Prinzessin, die Farbe dunkelblaue Stofffarbe (beim letzten Umzug gefunden), gedauert hat es keine halbe Stunde. 

Heute Abend wird es gebuegelt, dann eingetuetet und zu Antje geschickt und wenn sie es dann premieretraegt und jemand mit einer Digicam in der Naehe ist, gibt es auch Fotos vom Shirt in Action ( :

4.5.2006

Das dunkle Schweigen

Posted in Bibliothek at 12:14 by Tokbela

Demletzt habe ich mir wieder ein Buch gekauft. Menschen, die mich kennen, wissen, dass das nichts besonderes ist. Haette mein Papa mir nicht neulich drei neue Regale gesponsort, stuenden die Buecher nun dreireihig. Ich bin mal gespannt, was wird, wenn Rafayel seine Privatbuecherei (er besitzt noch viel mehr Meter Lesestoff [Wer misst den schon noch Buecher in Stueckzahl?] als ich) auch noch einbringt.

Aber zurueck zum Buch..

"Das dunkle Schweigen" wurde geschrieben von Wolfgang Schorlau und hat den deutschen Krimipreis 2006 bekommen.

Der zweite Kriminalroman mit dem Stuttgarter Privatermittler Georg Dengler, dem trinkfesten, an allem zweifelnden Helden aus 'Die blaue Liste'

– 'Wolfgang Schorlau hat einen Detektiv erfunden, der an den Säulen der Gesellschaft sägt'. Neue Ruhr Zeitung

'Es geht um eine Erbschaftssache', sagt Robert Sternberg. Er beauftragt den Privatermittler Georg Dengler, Licht in eine merkwürdige Familienangelegenheit zu bringen. In den Unterlagen seiner verstorbenen Mutter hat er einen Vertrag von 1947 gefunden, in dem sein Großvater das alte Schlosshotel in Gündlingen an die Familie Roth überschreibt. Ohne erkennbare Gegenleistung. 'Vielleicht können wir den Kontrakt rückgängig machen', sagt Sternberg. Der Notar, der den Vertrag damals beurkundete, lebt noch. Er rät Georg Dengler von weiteren Nachforschungen ab. 'Lassen Sie die Dinge auf sich beruhen', sagt er, 'es bringt kein Glück, alles wieder ans Tageslicht zu zerren'. Dengler befragt mögliche Zeugen in dem kleinen Ort – und stößt auf eine undurchdringliche Mauer des Schweigens. Schicht für Schicht enthüllt er die Lügen um ein unfassbares Verbrechen in den letzten Tagen des Krieges. Und als er der Wahrheit ganz nahe ist, eröffnen Unbekannte die Jagd auf ihn … Wie in seinem ersten, von der Kritik gefeierten Roman 'Die blaue Liste' montiert Schorlau aus wahren Begebenheiten eine neue, verblüffende, aber auch beängstigende Sichtweise auf unsere heutige Wirklichkeit.

Quelle: Thalia.de 

Klingt interessant, oder? Da ich ab und zu schonmal gerne einen Krimi lese, habe ich mir dieses Buch besorgt und an einem Abend durchgelesen.

Nein. Nicht, weil es so spannend war, sondern weil ich es sonst liegengelassen und nicht wieder angefasst haette.

Ohne hier auf Details eingehen zu wollen (Raffi hat Angst vor Abmahnungen..).. dieses Buch war einfach nicht mein Fall.  Die Geschichte war konstruiert, kam mal jemand nicht weiter, wurde der Gott aus der Maschine geholt und statt objektiver Sicht war subjektive Schwarz-Weiss-Malerei angesagt. Gesellschaftskritik mit dem Holzhammer ist nicht so meins.

Bei Interesse am Buch: Ihr koennt es haben, meldet euch unter "IchWillSchweigen@tokbela.de" oder in den Comments. 

3.5.2006

Findet Franz

Posted in Praxis at 18:02 by Tokbela

Schonmal in MS Word

= rand (200,99)

eingegeben und Enter gedrueckt? 

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