3.6.2006

Insel Teil 1 – Die Ankunft

Posted in Galerie at 14:01 by Tokbela

Es war einmal..

— cut, ab hier wird's imaginaer — 

..da setzten sich Tok und Raffi einfach so in ein kleines Ruderboot und ruderten los. Ohne Proviant, ohne Ziel, ohne Segel, nur mit dem festen Willen, irgendwo zu landen, wo es schoen ist und es jedem gefaellt. Nach einiger Zeit wurden sie muede vom staendigen Rudern, der sanfte Rhythmus der Wellen tat sein uebriges dazu, und prompt schlummerten die Beiden Schulter an Schulter ein. Lange Zeit trieben sie so schlafend ruhelos auf dem grossen Ozean dahin.

Ploetzlich durchzuckte ein Blitz Toks Schlummer. Was war das? Verwirrt und schlaftrunken blinzelte sie und sah..

Insel03.jpg Eine Insel!

"Raffi, wach auf, wir sind da!", rief Tok aufgeregt und griff zu den Rudern. "Das ist sie, das spuere ich genau! Das ist unsere Insel!"

"Mblgrmbl?", fragte Raffi, "Hmbrbrlm rb mhrrmm."

"Meinetwegen, 10 Minuten darfst du noch schlafen. Aber dann musst du mir helfen, das Boot an Land zu ziehen.", antwortete Tok, die solcherart phonetische Hochleistungen schon gewohnt war. 

"In dem Leuchtturm da koennen wir wohnen, da haben wir sicherlich einen klasse Blick ueber das ganze Land und den Ozean. Dann koennen wir von weitem sehen, ob Leute kommen und immer draussen auf dem Balkon fruehstuecken.", fabulierte Tokbela dem doesenden Raffi vor, waehrend sie mit energischen Ruderschlaegen das Boot dem kleinen Eiland entgegentrieb.

"Grhmm hmgr blgrr.  Chmbl gr rhmlbl hm mrmlb."

"Wie, du moechtest lieber am Strand in einer Huette wohnen? Dafuer hast du wohl auch deine Haengematte eingepackt. Nun gut, wenn du magst. Ich komm dich dann immer besuchen."

Insel02.jpg Die Insel war nun schon beinahe zum Greifen nah, und als sie um die Klippe herumfuhren, auf der der Leuchtturm stand, sahen sie.. "Raffi! Das ist genau der richtige Platz fuer deine Strandhuette!"

Eine weit ausladende Bucht mit feinem weissen Sand und einem saftigen gruenen Pflanzenguertel praesentierte sich ihnen, waehrend das aquamarinfarbene Wasser in diesem natuerlichen Hafen unschuldig in der Sonne glitzerte. Da wurde selbst Raffi wach. Er sprang vorsichtig ins Wasser, wo er prompt bis zum Bauchnabel versank, meinte noch "Es ist gar nicht kalt." und half dann Tok das Boot an Land zu bringen. Vorausschauend banden sie es an einem der zahlreichen Buesche fest und erkundeten dann mit grossen Augen die kleine Insel.

— cut, ab hier spielen wir wieder im Hier und Jetzt —

Die Insel ist ein Projekt, welches ich Anfang des Jahres begonnen habe und das zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fertig ist. Zum einen, weil mir durch diverse wichtige Aufgaben dazu einfach die Zeit fehlt und zum anderen, weil sie bestimmt nie komplett und abgeschlossen sein wird. Dazu schwirren mir und ein paar anderen Leuten noch zu viele Ideen im Kopf herum.

Ein paar Fakten:

erstellt mit Bryce 5.5

Groesse der Datei: 121,7 MB

2.744.345 Polygone

8.063 Objekte 

2.6.2006

Pefekt?

Posted in Parkbank at 19:29 by Tokbela

Vor einigen Minuten erlebte ich den perfekten Abschluss eines leider nicht ganz so perfekten Tages.

Waehrend Rafayel kopfschmerzbedingt auf dem Bett lag, die Fuesse in unserer neuesten Neuanschaffung, bezwang ich meinen inneren Schweinehund und beging unser allabendliches Workout – diesmal allein und mit der Ueberzeugung, dass es dem Mann gut geht.

Danach, ich war verschwitzt, aber gluecklich, sagte Raffi nur eines:

"Weisst du, was du jetzt willst? Ofenkaese!"

Jo.

Nun schmurgelt der Kaese im Ofen, in einer Minute muss ich mich um ihn kuemmern, und ich bin froehlich ( : 

Briefmarken sind nur eine Illusion

Posted in Parkbank at 11:43 by Tokbela

Momentan sind ja Verschwoerungstheorien voll im Trend. Genauer gesagt, seitdem ein gewisser Herr Brown mit "Illuminati" (ein Buch, welches ich persoenlich sehr mochte) und "Sakrileg" (dessen Verfilmung momentan von Kritikern verrissen wird) reich und beruehmt wurde. Sogar die katholische Kirche setzte sich werbewirksam (fragt sich nur, fuer welche Partei..) gegen das Buch ein, was sie uebrigens ebenfalls mit der Anleitung fuer kleine Satanisten Harry Potter (ebenfalls ein schoenes Buch, jedenfalls die originalsprachliche Version) versucht hat. Daher besinnen sich derzeit ueberall Verlage auf abgelehnte oder vor Jahren in kleiner Auflage gedruckte Verschwoerungswerke, bringen sie mit Covern im Illuminati-Stil (ich habe nie in meinem Leben in einem Buchladen so viele geheimnisvolle Kuttentraeger gesehen wie jetzt) (neu) heraus und hoffen auf das ausbleibende grosse Geld. Verschwoerungen, ahoi!

So. Nachdem nun alle Welt in allem eine grosse Verschwoerung sieht, trage ich ein wenig dazu bei. Ich war naemlich heute bei der Post. Die Menschen da sind mir eh nicht ganz geheuer, seitdem irgendeine Fuehrungsetage irgendwann einmal beschlossen hat, dass ihre Untergebenen nur dann Geld bekommen, wenn sie dem arglosen Postkunden Briefmarken und Girokonten anbieten. 

"Guten Tag, ich haette gerne das hier." *Paketband auf Tresen leg*

"Vielleicht noch ein paar Briefmarken dazu?"

"Nein danke."

"Das macht dann zwofuffzsch, wieviel bezahlen Sie eigentlich fuer Ihr Girokonto?"

Arghl. Nachdem ich dem guten Mann dann erzaehlte, dass ich leider bereits ein Konto bei der Postbank besitze, und dass, wenn ich in 10 Minuten wiederkomme, dies noch immer der Fall sei und ich dann auch keine Briefmarken moechte, machte ich mich daran, mein Paket (Care-Pakete in den Westen zu schicken hat echt Stil) zu verbinden und zu adressieren. Nichtmal 3 Minuten danach stand ich wieder beim freundlichen Mann am Postschalter.

"Hier, das wuerde ich gerne wegschicken, Briefmarken und Konto besitze ich bereits."

"Ah ja. Gut, dass sie's sagen, wir muessen das naemlich fragen."

Der Arme. Dabei sah er so nett aus.

Aber zurueck zu meiner Verschwoerungstheorie. Die Hauptpost in Halle, wie wir sie kennen, ist nur eine Computersimulation. Jawoll. Beweise dafuer habe ich auch. Es gibt da ein, nun, Computergrafikprogramm namens Bryce, mit dessen Version 5.5 ich oft arbeite. Das Programm bietet eine sehr gut bestueckte Texturbibliothek, deren Menue so aussieht:

Painting.jpg

Und jetzt vergleichen wir das Vorschaubildchen von oben mal mit diesem Foto, welches ich heute in der Post geschossen habe: 

 Bild 061s.jpg

Jawohlja, das kleine gelb-schwarze Baellchen ist ganz eindeutig computergeneriert.

Werd' ich jetzt beruehmt? 

Maennertagsbedingte Tarnfaerbung bei Wind und Wetter

Posted in Parkbank at 11:30 by Tokbela

Vor einiger Zeit war Christi Himmelfahrt. Was bei uns daheim noch schoen "Vatertag" heisst und deswegen wenigstens solange Familienfreundlichkeit heuchelt, bis sich der radtourenden Sippschaft der erste bollerwagenziehende Betrunkenenpulk naehert, wird hier im Osten brachial-chauvinistisch "Maennertag" genannt und ganz Halle verhielt sich dementsprechend. Raffi und ich sind derweil in ein kleines Dorf nahe Sangerhausen geflohen, wo die Dorfjugend zwar ebenfalls neue Lautstaerken- und Promillerekorde aufzustellen versuchte, wir aber weitestgehend davon verschont blieben und – als waere das nicht schon Urlaub genug gewesen – auch noch himmlisch und grosszuegig portioniert bekocht wurden. 

Bild 059s.jpg Zurueck in Halle traf ich Florian. Florian ist ebenfalls ein Student und hat Maennertag ebenfalls in einem kleinen Dorf nahe Sangerhausen gefeiert. Allerdings aktiv und mit Alkohol. Dabei ist er anscheinend in eine Gruppe randalierender Steineichen geraten, denn nach seinem Heimweg durch den Wald sahen seine sichtbaren Gliedmassen waldbodentarntauglich aus. 

Liebe Maennertagsmaenner: Selber Schuld. 

Am Tag, an dem ich Florians Arm fotografiert hab ("Oh mein Gott, sieht das scheisse aus – darf ich davon ein Foto machen?"), war hier in Halle englisches Sommerwetter. Es regnete in Stroemen, sodass ich mich jetzt endlich dazu durchringen konnte, meinen seit einiger Zeit vermissten Regenschirm (der wahrscheinlich innerhalb einer Woche wieder auftauchen wird, um seinen Nachfolger zu bestaunen) durch einen neuen zu ersetzen. Diese Entscheidung war gefallen, nachdem ich 

Bild 060s.jpg a) innerhalb eines 3 Minuten dauernden Fussweges von einem Gebaeude in ein anderes so nass geworden bin, dass ich mit "Nimm dir 'nen Keks, trockne dir die Haare" begruesst wurde und

b) sogar von der Baeckerin meines Vertrauens (die nicht die besten Broetchen in Halle backt, dafuer den gleich-um-die-Ecke-Bonus fuer sich beansprucht) auf meine Regenuntauglichkeit angesprochen wurde.

Nun, lange rede, kurzer Sinn: Rechts sehen wir ein Foto mit dem Titel "Mitten in Halle zwischen zwei Weltuntergaengen". 

30.5.2006

Die Wanderhure

Posted in Bibliothek at 18:49 by Tokbela

Ich war kein grosser Fan von Lektuere, die im finsteren Mittelalter spielt (kann man das "historische Romane" nennen?). Entweder zu viel Authentizitaet oder zu wenig, das Beste war bisher die gekuerzte Fassung von "Das Pesttuch" in einem Reader's Digest Sammelband meiner Mutter. Warum ich mir vor einiger Zeit "Die Wanderhure" von Iny Lorentz gekauft habe, weiss ich bis heute nicht. Wie es dazu kam, war so: Ich war abends mit Doreen verabredet, die in einer grossen Buchhandlung in Halle arbeitet. Da wir uns um 18 Uhr trafen, sie aber noch bis Ladenschluss um 20 da bleiben musste, wusste ich vorher, dass ich 2 Stunden in einem Buchladen verbringen sollte. Raffi wollte schon mit mir wetten, wie viel Geld ich dalasse. Gekauft habe ich mir "nur" 2 Buecher, Das dunkle Schweigen (siehe hier ) und eben die Wanderhure. Darauf kam ich, weil ich in weiser Voraussicht vorher im Internetangebot von Thalia nach Buechern gestoebert habe und dabei ueber Leseproben gestolpert bin. Am Besten gefallen hat mir hier seltsamerweise dieser Roman, der im Konstanz des 15. Jahrhunderts beginnt und endet.

Eine Frau kämpft in der grausamen Welt des Mittelalters um ihr Glück Konstanz im Jahre 1410: Als Graf Ruppert um die Hand der schönen Bürgerstochter Marie anhält, kann ihr Vater sein Glück kaum fassen. Er ahnt nicht, dass es dem adligen Bewerber nur um das Vermögen seiner künftigen Frau geht und dass er dafür vor keinem Verbrechen zurückscheut. Marie und ihr Vater werden Opfer einer gemeinen Intrige, die das Mädchen zur Stadt hinaustreibt. Um zu überleben, muss sie ihren Körper verkaufen. Aber Marie gibt nicht auf …

Quelle: Thalia.de 

Mein einziger Kommentar: Das Buch ist zu kurz. Ich habe es nicht aus der Hand legen koennen und es innerhalb nur einer Nacht verschlungen. Fuer ausfuehrliche Kritik habe ich momentan leider keine Zeit, aber fuer eine Empfehlung reicht es allemal.

Sehr geehrte Frau mit Hund,

Posted in Briefkasten at 18:20 by Tokbela

Ich mag keine Zwergpudel. Generell bin ich Hunden, in deren Weltanschauung Schienbeine dominieren, gegenueber abgeneigt. Hunde sollten einfach nicht kleiner als Katzen sein. Aber das ist meine Meinung und fuer gewoehnlich behellige ich andere Menschen, vor allem Hundebesitzer, nicht damit. Heute moechte ich fuer Sie eine Ausnahme machen.

Begegnet sind wir und heute frueh kurz vor der Strassenbahnhaltestelle. Ihr Pudel verunreinigte gerade den Buergersteig mit seinen Faekalien und ich hatte es eilig. Direkt vor der Haltestelle musste ich an einer roten Fussgaengerampel warten. In der Ferne sah ich die Bahn kommen, doch die Ampel machte keine Anstalten, auf gruen umzuspringen. Ich haette es machen koennen wie die Postbotin, die die Rotphase nutzte, um sich auf ihr Rad zu schwingen und ungeachtet des fliessenden dreispurigen Verkehrs die Strasse zu ueberqueren, aber ich wartete ab, in der Hoffnung, dass ich trotz der widrigen Umstaende meine Bahn noch erreichen wuerde. Fehlanzeige. Die Bahn fuhr weg und ich ging den Weg zurueck, um zur naechsten Haltestelle zu laufen, wo ich meine Anschlussbahn zu erreichen hoffte.

Auf diesem Rueckweg stiess ich nach wenigen Schritten wieder auf Sie. Sie schickten sich gerade an, die Hinterlassenschafft ihres Hundes mit einem Taschentuch aufzuheben, doch meine Rueckkehr schien Ihnen aufgefallen zu sein. So sahen Sie mich an, schauten dann kurz der wegfahrenden Strassenbahn hinterher und lachten mich aus.

Ich freue mich, Ihnen den Tag verschoenert zu haben.

Herzlichst, Tokbela. 

PS: Desweiteren bin ich der Meinung, dass jedes Herrchen den Hund bekommt, den es verdient. 

Lieber Motorradfahrer…

Posted in Briefkasten at 18:06 by Tokbela

seit einiger Zeit uebernachtete dein Motorrad direkt vor meinem Schlafzimmerfenster, etwa anderthalb Meter von der Stelle entfernt, an der ich schlafe. Jeden Morgen zwischen 5:30 und 7:45 Uhr fuhrst du damit weg, nicht ohne etwa eine Minute lang zu testen, in welche Hoehen du den Drehzahlmesser im Stand zu treiben vermagst. Nach Ablauf dieser Minute war ich jedes Mal wach genug, seufzend deine Abreise und das damit verbundene Schwaecherwerden des Motorlaerms registrieren zu koennen. 

Es ging wahrscheinlich nicht anders, da an dieser Stelle die einzige Laterne weit und breit steht und du nur ein sehr starkes Kettenschloss besasst. Gestern jedoch hast du dir ein neues Schloss gekauft, was dir ermoeglicht, dein Motorrad freistehend direkt vor deinem Haus und vielleicht sogar vor deinem Schlafzimmerfenster abzustellen.

Lieber Motorradfahrer, heute frueh haette ich beinahe verschlafen. 

29.5.2006

Dämon

Posted in Bibliothek at 19:13 by Tokbela

Ja, ich lese noch immer den dunklen Turm von Stephen King. Aber der Trend zum Zweitbuch ist auch an mir nicht voruebergegangen, zumal sich einige Buecher (qualitaetsbedingt) einfach nicht fuer Strassenbahn und Hoersaal eignen. So las ich bis vor kurzem nebenher das Buch "Dämon" von Matthew Delaney:

Als Meeresforscher ein im Zweiten Weltkrieg gesunkenes Schiff entdecken und bergen, können sie nicht ahnen, welche Gefahren sie damit heraufbeschwören. Denn in dem Wrack befindet sich ein Wesen, das nur ein Ziel kennt: zu töten. Mit der Überführung des Schiffes nach Boston beginnt für die Bewohner der Stadt eine Phase des Schreckens. Bizarre Morde, verstümmelte Leichen und kryptische Zeichen halten die Polizei in Atem, und alles scheint auf eine Verbindung zwischen den Gewalttaten und dem Wrack hinzudeuten. Bei ihren Ermittlungen stoßen die Kriminalbeamten auf ein Geheimnis, das weit in die Vergangenheit zurückreicht.

Quelle: Amazon.de

Das Buch kann man in Story und Qualitaet in drei Teile gliedern. Im ersten Teil, der in der Zeit des zweiten Weltkrieges im Pazifik spielt, haelt Delaney den Leser nicht nur mit atemberaubender Beschreibung von dreckigem, blutigem Kriegsgeschehen vom taeglichen Leben (waschen, schneiden, foehnen..) ab, sondern liefert auch noch mysterioese Morde an Mitgliedern aller Kriegsparteien und das Wohnzimmer eines anscheinend schon sehr alten schiffsinteressierten Wesens. Aus der Ego-Perspektive geschrieben laesst dieser Teil den Leser (also Leute wie mich und dich) hoffen, dass auf dem Weg ins Bad nicht hinter der naechsten Zimmerpalme ein blutruenstiges Ungeheuer wartet. Wirklich gut.

Schnitt, zweiter Teil, Boston 2007. Ein wenig Polizeiarbeit, die Vorstellung der Hauptcharaktere (ratet mal: genau, ein gutaussehender Polizist und eine in Aussehen und Kleidung dem Playboy entsprungen zu sein scheinende.. ja was eigentlich? Assistentin?), ein paar blutige Morde und Verfolgungsjagden, wobei die Polizisten die Opfer und der Taeter unsichtbar sind.. Wirklich nett, spannend, mit einigen Logikfehlern (der Mann sollte sich zB aufschreiben, welches Wetter und welche Tageszeit er grad' beschreibt), aber ansonsten wirklich lesenswert. Man fiebert mit, versucht herauszufinden, wer wieso der Taeter sein koennte und bleibt dabei leider immer wieder an der aufkeimenden Liebe zwischen Mr. Moerderfaenger und Mrs. Mein-Ausschnitt-Ist-Groesser-Als-Deiner haengen. Nicht, dass wir uns falsch verstehen, die Dame kommt recht intelligent rueber, aber es wird keine Moeglichkeit ausgelassen, sie in tiefausgeschnittenen Klamotten, Handtuechern, ganz nackt, mit Highheels usw. zu beschreiben. Wenn das Polizeiarbeit ist, waere ich in meinem naechsten Leben gern ein maennlicher Polizist.

Nach einigem Hin und Her und einer Menge zum Teil grausig entstellter Leichen kommen wir schliesslich zu Teil drei, der hundertseitigen Verfolgungsjagd quer durch alle Stockwerke eines Wolkenkratzers incl. Showdown auf dem Dach (wo die Geschichte angefangen hat, aber das nur nebenbei). Durch diesen Teil musste ich mich durchkaempfen, auch wenn er zwischenzeitlich ganz intessant wurde (man erfaehrt eine Menge ueber den Dschungelkampf und wie das Schiff letzten Endes versank). Von "mein Freund schwebt in Gefahr" ueber "huppala, noch 'ne Leiche" bis "Waffen? Kein Problem, fragen Sie einfach Herrn Deus ex Machina" war alles dabei. Dass die Gelegenheit, die weibliche Hauptperson in Unterwaesche (auf die seltsamerweise nicht naeher eingegangen wurde) zu beschreiben, nicht ausgelassen wurde, traegt der Spannung des Schlusses nicht gerade bei. OK, nach der letzten Seite versteht man alle Zusammenhaenge, aber das Ganze haette man locker auf ein Drittel der Seiten abhandeln koennen, ohne dass Spannung und Lesespass dabei verloren gegangen waeren.

Alles in allem ein lesenswertes Buch, bis auf die besagten letzten 100 Seiten wirklich ueberdurchschnittlich. Ich bin letzten Endes doch begeistert und habe endlich begriffen, dass es Spannung ohne Flirterei wohl nur noch von Sir Arthur Conan Doyle gibt. 

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Posted in Parkbank at 18:00 by Tokbela

Heute im Einkaufsparadies unseres Vertrauens:

Kraft Tomatenketchup 750ml:   1,99 Eur
Kraft Tomatenketchup 1000ml: 1,79 Eur

24.5.2006

500 km sind noch zu wenig

Posted in Parkbank at 11:13 by Tokbela

Grade hatte ich Probleme hier im Windows-Pool der Uni. Das passiert haeufiger mal, daher wusste ich, dass die Pool-Physik manchmal ihren eigenen Gesetzen folgt und bat einen "Bekannten" (mit dem ich mich im ersten Semester schaetzungsweise drei mal unterhalten und dessen Namen ich schon im 2. Semester wieder vergessen habe), der mit seinem Notebook dort sass, ob er es nicht mal probieren wolle. Einige Versuche und 2 Rechner spaeter (der eine meinte beim Abmelden, er koenne die Batteriestandsanzeige nicht schliessen, der andere fuhr sich beim Klick auf ein Laufwerk "ordnungsgemaess" herunter) meinte er ploetzlich: "Du bist $ToksVorname, oder?"

Da wir uns schonmal unterhalten haben, unterstellte ich ihm ein absolutes Gedaechtnis und nickte. Daraufhin fuhr er ganz begeistert fort: "Dann kennst du ja Sulifee und Saxxon!"

Ich fiel um.

Ja, ich kenne Suli und Saxx tatsaechlich, die beiden haben frueher, als ich noch daheim gewohnt habe, mal etwa ein halbes Jahr bei uns Unterschlupf gesucht, bevor sie dann weggezogen sind, geheiratet haben und alles das, was man als verliebtes Paar nunmal so macht (Raffi, denk an dieser Stelle mal genau nach *fg*). Aber wieso zur Hoelle werde ich 500 km von daheim und schaetzungsweise ebenfalls 500 km von ihrem derzeitigen Wohnort von irgendeinem Menschen darauf angesprochen?!

Es kam noch schoener. Er erzaehlte mir dann so ziemlich ihre gesamte Lebensgeschichte und dass ich doch ein guter DSA-Meister waere. Das war so der Moment, in dem ich mich nach versteckten Kameras umgeguckt habe. Dummerweise haengt im Pool seit eh und je eine Ueberwachungskamera (die auf die Bildschirme und Tastaturen gerichtet ist, na wenn das mal so in Ordnung ist..), sodass meine Suche recht schnell erfolgreich war.

Lust auf Aufloesung des Raetsels? Hatte ich auch, deswegen fragte ich nach.

Heraus kam dann, dass der Bruder des guten Mannes vor zig Jahren mal mit Saxx zusammen DSA gespielt hat und die beiden seitdem irgendwie in Kontakt geblieben sind. Nun haben sein Bruder und er Suli und Saxx demletzt mal besucht, dabei kam das Gespraech auf "Du wohnst doch in Halle und studierst Bioinformatik, kennst du zufaellig eine $ToksVorname?".

Ich zieh um. Irgendwohin, wo mich niemand kennt. 

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