6.8.2006

Twilight Zone

Posted in Pinnwand at 17:58 by Tokbela

Sagt mal, was ist eigentlich heute in Halle los? Den ganzen Tag gehen hier die Sirenen (Martinshoerner an Polizei-/Feuerwehr-/Krankenwagen, keine Sorge), Leute unter unserem Fenster erzaehlen sich vom Selbstmord eines Beamten..

Ich glaub’, ich hab’ den Schuss nicht gehoert. 

5.8.2006

Flirt

Posted in Pinnwand at 23:32 by Tokbela

Zaehlt es schon als Flirt, wenn ich mit dem Pizzaboten im Flur auf dem Boden hocke, dicht an dicht?

(Auch wenn wir eigentlich nur alles Muenzgeld, das ich hatte, gezaehlt haben, weil er den Fuenfziger nicht wechseln konnte. Aber wir haben die elf Euro fuffzig auch so zusammenbekommen. Sogar mit Trinkgeld. Etwa 200 Gramm. Hoehoe.)

Mein erstes Mal

Posted in Pinnwand at 19:49 by Tokbela

Onlinebestellung bei Uno (Pizzaservice). Die schmecken besser als Joey's. Also die Pizzen.

Als Belohnung darf ich mit dem Pizzaboten flirten, sagt Raffi. 

Merke:

Posted in Pinnwand at 16:48 by Tokbela

Wenn man hungrig durch die Kueche streunt und dabei Sachen denkt wie "Oh, ich hab ja noch einen Rest Gurke und eine Dose Mais, und gerade heute habe ich beim Einkaufen saure Sahne in den Wagen gestellt.." und dann bei seinem Gewuerzregal auskommt, sollte man nicht denken "Huch, was ist denn das fuer ein Gewuerz, hab ich ja noch nie gesehen, weiss garnicht, wie das schmeckt.. Naja, wird sich in meiner Salatsauce wohl gut machen..".

Beobachtungen

Posted in Pinnwand at 16:19 by Tokbela

Auf dem Weg zum Einkaufsparadies regnete es. Macht nichts, Regen ist was tolles. Dass ich aber vom Schwitzen nasser wurde als vom Niederschlag, verstehe ich bisher nicht.

Als wir daheim waren, wurde der Regen staerker, sodass ich die Rollos hochgezogen habe. Jetzt, nach dem Regen, sieht die Welt da draussen so frischgewaschen und farbenfroh aus (und riecht auch so), dass sie mich vom Bildschirm ablenkt.

Petrus will nicht, dass ich arbeite. 

4.8.2006

Die Lüge

Posted in Bibliothek at 22:53 by Tokbela

Neulich am Bahnhof. In der dortigen Buchhandlung grinste mich dieser Roman fuer unverschaemte sechs Euro an. Ich nahm ihn mit. Und das hab' ich jetzt davon.

Susanne Lasko und Nadia Trenkler sehen sich ähnlicher als eineiige Zwillinge. Doch während Susanne nicht weiß, wovon sie leben soll, hat Nadia alles im Überfluss. Als die mondäne Doppelgängerin Susanne ein fürstliches Honorar bietet für ein Wochenende Rollentausch, kann sie nicht nein sagen. Was als harmloses Spiel beginnt, wird bald zum tödlichen Netz der Lügen.

Quelle: Umschlagruecken 

"Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust". Das ist zwar weniger von Petra Hammesfahr als vielmehr von Goethe, trifft allerdings mein Gefuehl bei den ersten paar Seiten des Buches ganz passend. Auf der einen Seite war da meine biologische Grundbildung, die mir ununterbrochen zuschrie, dass zwei nicht verwandte Menschen einfach nicht identisch aussehen koennen. Auf der anderen Seite hielt meine stochastische Weltsicht dagegen, dass es zwar unwahrscheinlich, aber nicht unmoeglich ist. 

Wenn man sich allerdings mal darauf einlaesst, dass die beiden Frauen sich (bis auf ein Muttermal) wirklich wahnsinnig aehnlich sehen, findet man sich unversehens wieder in einem spannenden und teilweise verwirrenden Verwechslungsspiel.

Dieses Buch bietet alles. Spannung, Romantik, Action, Drama und natuerlich die unumgaengliche Leiche. Mehr zu verraten waere wohl falsch, einige Anmerkungen moechte ich mir allerdings gestatten:

  • Ich moechte auch so eine Tuerklingel!
  • Das Ende, ooh, das Ende war schoen.
  • Der Anfang war gemein. Ich habe mich das halbe Buch hinweg gefragt, wer da im Muell lag.

Gutes Buch, wirklich gutes Buch.

3.8.2006

Zukunft

Posted in Pinnwand at 18:23 by Tokbela

Fuer mich steht seit heute fest: Ich werde Pharmazie vertiefen!

Dort wird genau das behandelt, was ich interessant finde; der kurze Einblick, den uns der Prof heute gegeben hat, klang fantastisch. Vielleicht komme ich so doch noch zu einer Karriere in der Rechtsmedizin! 

Heute Linkshaendig

Posted in Parkbank at 15:28 by Tokbela

Eigentlich bin ich ja bekennender Rechtshaender. Ich schreibe mit rechts, putze mir mit rechts die Zaehne, decke mit rechts 3/4 meiner Tastatur (beim Siebenfingertippen) ab und kratze mich mit rechts am Ohr, notfalls. 

Leider wissen das meine Adern auch. So geht Blutabnahme bei mir nur rechts. Klar, der aktivere Arm bekommt die bessere Venengrundausstattung.  Deswegen konnte ich heute, als ich im Klinikum Kroellwitz in Halle meiner Blutspende entgegenfieberte (das erste Mal im Klinikum, Premierenstimmung) auf die Frage, welcher Arm es denn sein sollte, stolz "rechts!" antworten und bekam einen schoenen Platz in der Ecke zwischen Fenster und Wand. Zu diesem Zeitpunkt ahnte ich noch nicht, dass ich erst eine Stunde spaeter wieder aufstehen sollte..

Eigentlich wollte ich nur Gutes tun:

Für die Versorgung der Patienten werden täglich zwischen 80 und 100 Spender benötigt, derzeit liegt die durchschnittliche Zahl nur bei 50. [..] Gesucht werden vor allem Spender mit den Blutgruppen 0 und B negativ. Sollte der Spendermangel bei bestimmten Blutgruppen sich weiter fortsetzen, droht die Verschiebung einzelner Operationen.

Quelle: medizin.uni-halle.de

Sie suchten mich (0 negativ)! Ich habe Leben gerettet! Aber zurueck zum Thema.

Der Sitz war klasse. Ergonomisch geformt wie ein Liegestuhl und in anscheinend drei verschiedene Positionen bringbar. Liegen, Lehnen und Sitzen. Ausserdem war er blau und drueber hing ein ausgeschalteter Fernseher. Genau das Richtige zum angezapft werden.

Die nette Schwester erzaehlte mir auf meine Frage, wie lange es nun dauerte, erfahrungsgemaess seien 5 bis 7 Minuten noetig, die Konserve zu fuellen. Als sie mir nach getanem Werk (-0,5 l Blut) den Schlauch abklemmte und verkuendete, es haette genau 5 Minuten und 10 Sekunden gedauert, war mein Gedanke: "Yay, gewonnen!"

Also kippte sie meinen Stuhl von der Liege- in die Sitzposition zurueck und sagte mir, wenn ich mich wohl fuehle, koenne ich mir mein zweites Fruehstueck abholen. Denkste. Nach 20 Sekunden war es soweit: Schwindel, Uebelkeit, das Gefuehl, zu fallen. Auf meine vorsichtigen Hilferufe hin wurde der Sitz wieder in die Liegeposition gebracht und ich nahm mir mein Buch heraus. Beim naechsten Aufstehversuch das gleiche Spiel. Beim uebernaechsten auch..

Eine Stunde, dreissig Seiten und etwa zwei Liter Wasser spaeter klappte es dann; nachdem ich alle anwesenden Krankenschwestern duzen durfte, bin ich aufgestanden und gegangen. Einfach so. Und es ging. Jippieh.

(Aber eigentlich wollte ich noch warten, bis der schicke junge Pfleger mir auch noch seinen Vornamen verraten wuerde. Und seine Telefonnummer. Und ueberhaupt.)

2.8.2006

Die Rebellin

Posted in Bibliothek at 22:50 by Tokbela

Eigentlich habe ich mir dieses Buch nur wegen des Covers angeschaut und wegen des interessanten Klappentextes gekauft. Nun stelle ich mir nur noch eine Frage:

Warum muss der dritte Band der Trilogie erst im September erscheinen?!

Sonea lebt auf den Straßen der Stadt Imardin. Als sie eines Tages aus Zorn über die arrogante Gilde der Magier einen als unverwundbar geltenden Zauberer verletzt, werden die Meister der magischen Künste auf sie aufmerksam. Sie versuchen alles, das Mädchen zu finden, bevor ihre unkontrollierten magischen Talente zur Gefahr werden – für die Gilde, die Stadt und für Sonea selbst …

Quelle: Amazon.de

… bloed nur, dass Sonea fest davon ueberzeugt ist, die Zauberer wuerden sie toeten wollen. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass diese nur wenige Augenblicke nach ihrem Angriff.. aber lest selbst. Beziehungsweise: Lasst euch selbst einsaugen, findet euch bereits nach wenigen Augenblicken neben Sonea in der Stadt Imardin wieder und erlebt mit ihr, den Dieben und den Magiern ein wirklich fantastisches Abenteuer.

Trudi Canavan schreibt so selbstverstaendlich und lebendig, dass man alles, was man liest, einfach hinnimmt, glaubt und als gegeben einverleibt. Sie laesst eine Welt entstehen, wie ich sie noch in keinem Buch farbenpraechtiger, tiefgruendiger und vor allem glaubhafter erlebt habe (kein schlechter Anfang fuer ein Fantasybuch). Man leidet, lacht, flieht, zaubert, zuernt und liebt mit den Charakteren, die man allein schon durch einige Perspektivwechsel sehr gut kennenlernt. So begeben wir uns nicht nur in der einen Seite der Stadt (dem aermlichen Huettenviertel) wortwoertlich bis auf die Grundmauern, man erhaelt auch einen Einblick in die Strukturen und Intrigen der Magiergilde.

Auch der voellige Verzicht auf Fabelwesen (sind Engel Gefluegel?), die wenigen neu eingefuehrten Begriffe (Tee, Kaffee, Bier..), fuer die es am Ende des Buches sogar ein Minilexikon gibt, und der wirklich hervorragend aufgebaute, durchgehaltene und schliesslich aufgeloeste Spannungsbogen haben mich restlos begeistert.

Die Charaktere werden zwar bis auf Adjektive wie "hohlwangig" oder "blass" nicht weiter beschrieben, das tut aber zumindest dem Film, den mir meine Phantasie geliefert hat, keinen Abbruch.

Bei wem muss ich schleimen, um Band drei schon vor dem September zu bekommen?

1.8.2006

Dreh dich nicht um

Posted in Bibliothek at 22:15 by Tokbela

Oha. Der dritte Band von Karin Slaughter. Wieder in Grant, wieder mit Sara und Jeffrey und Tess und natuerlich wieder mit Lena.

Als die Leiche des Studenten unter der Brücke gefunden wird, deutet alles auf einen Selbstmord hin. Für Sara Linton, Gerichtsmedizinerin des kleinen Städtchens, und ihren Ex-Mann Polizeichef Jeffrey Tolliver, traurige Routine. Deshalb denkt sich Sara nichts dabei, ihre hochschwangere Schwester Tessa im Wagen warten zu lassen, während sie den Fundort in Augenschein nimmt. Aber als Sara zum Auto zurückkehrt, ist Tessa verschwunden. Schließlich finden sie sie in einem Wäldchen. Blutüberströmt und ohne Bewusstsein. Jemand hat mehrfach mit einem Messer auf ihren Bauch eingestochen. Während im Krankenhaus der Kampf um Tessas Leben beginnt, stehen Sara und Jeffrey vor einem Rätsel: Haben sie es mit einem wahnsinnigen Rassisten zu tun?

Quelle: Amazon.de

Soso, da sterben die Campusbewohner wohl wie die Fliegen und die einzigen, die glauben, dass es keine Suizidwelle ist, sind die Hauptpersonen. Lena hat ihre Vergewaltigung nicht wirklich ueberwunden und den Job bei der Polizei gefunden, ihr neuer Chef vereinigt die Grossspurigkeit, den Egoismus und die Ueberheblichkeit saemtlicher jemals vorgekommener Romanboesewichte und wirkt daher derart ueberzeichnet, dass man um jedes Kapitel froh ist, welches ohne ihn auskommt.

Nach den ersten beiden Baenden der Autorin haette ich definitiv mehr erwartet. Wie ein Vergewaltigungsopfer immer weiter in eine Spirale aus Alkohol und Gewalt rutscht, hat in einem Vorstadtkrimi wie diesem nicht viel zu suchen. Die Story waere auch ohne "fass mich nicht an" und "du weisst es sicher aus der Zeitung, ich bin das Opfer" ausgekommen.

Natuerlich hat der boese Mann Dreck am Stecken, selbstverstaendlich mehr als gewoehnliche boese Maenner. Sein Vorstrafenregister ist etwa so dick wie das Tatoo auf seinem Oberkoerper. Ob er der Taeter ist? Man weiss es nicht, man weiss es nicht.

Eine Aufloesung ganz am Schluss durch den Gangster, der seinem letzten Opfer seine Vorgehensweise und das Motiv haarklein erzaehlt; nein wie originell.

Hier wird jemand vom Ehegatten verpruegelt, da vergewaltigt, dort ermordet. Ueberhaupt ist die Gewalt-gegen-Frauen-Quote hier recht hoch. Eigenlich nichts schlimmes, aber beim dritten Buch schon leicht ermuedend.

Eigentlich ist das Buch nicht wirklich schlecht, aber besonders prickelnd war es auch nicht. Teils war die Story chaotisch, teils war ich mit den Vorgehensweisen der Charaktere nicht einverstanden. Das Ende (das wirkliche Ende, die letzte Seite) war gut, sogar sehr. Aber das Gewurschtel davor? Nein, ich mag keine ueberzeichneten Geschichten. Ich muss keine Sex-Drugs-Alc-Rave-Party haben (in jallen Ecken bangen sie gang, jeder bietet jedem XTC an, Alkohol macht lustig), um zu zeigen, wie weit der Sittenverfall auf dem Campus bereits fortgeschritten ist. Nene.

Liebe Frau Slaughter, das ueben wir aber nochmal. Ja? 

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