22.8.2006

Heimweh?

Posted in Pinnwand at 20:49 by Tokbela

20:45, die Diplomarbeit ist seit etwas ueber sechs Stunden gedruckt.

Raffi (leicht noelig): "Tok, ich brauch was zu tun!"

Kurzes Kuchenkapitel

Posted in Parkbank at 18:40 by Tokbela

Gestern habe ich einen Kuchen gebacken. Einen Bananenkuchen, einen sehr leckeren sogar. (Sollte Interesse am Rezept bestehen, kein Problem, sagt Bescheid). Raffi sagte, er wuerde den Kuchen mit mir essen. Nur deswegen habe ich mich dann ans Werk gemacht. Ohne Raffis Hilfe kaeme der hier naemlich nie weg.

Heute steht der Kuchen noch immer in der Kueche. Zwei Stuecke fehlen. Beide habe ich gegessen, weil er so lecker ist. Heute wollte eigentlich Raffis Bruder samt Freundin kommen, da waere der Kuchenrest auch schnell weggekommen, aber die hatten dann keine Zeit und sind nur vorbeigefahren. Raffi wollte bisher keinen Kuchen. Bisher.

Denn eben sagte er: "Wenn du fertiggebloggt hast, gehen wir in die Kueche und essen den Kuchen!"

Ich bin dann mal weg, und ich freu mich schon drauf. 

21.8.2006

Angebot

Posted in Pinnwand at 19:42 by Tokbela

Sollte jemand Interesse an einem Casio fx-85WA haben, dessen Display leider kaputt ist (gestreifte Eingabezeile, unzuverlaessige Ausgabe wegen fehlender Balken), melde er sich bitte vertrauensvoll in den Kommentaren, per Mail oder per Brief bei mir. Koennt ihr haben, ich werde mir wohl einen neuen kaufen.

Schade, der alte hat mich seit der Mittelstufe begleitet. 

*schnief* 

Kraft der Marke

Posted in Parkbank at 18:38 by Tokbela

Ich habe etwas herausgefunden. Etwas, was die Welt erschuettern, euren Glauben festigen und eure Haustiere erschrecken wird. Aber ich will vorne anfangen.

Eben, ich sass gerade in der Strassenbahn, stiegen am Markt zwei Maedels ein. Ihr Alter war aufgrund von botoxgeglaetten Konturen nicht schaetzbar und ihre Lippen wirkten wie eine stark deplatzierte Luftmatratze. Angetan waren sie mit Kleidung, die ein Pornosternchen vor Neid haette erblassen lassen, mir jedoch nur ein schadenfrohes Grinsen abrang, immerhin hatte es vor fuenf Minuten zu Nieseln begonnen. Gut, ich war auch zurechtgemacht mit halbwegs schicker Kleidung und Make-Up, aber alles recht wetterfest, wie sich das im Herbst nunmal gehoert. Aber ich schweife ab.

Kaum hatten sie sich mit abschaetzigem Blick ("Iih, echte, naturbelassene Menschen") umgesehen und waren daraufhin zielstrebig zu einem Vierersitz gestoeckelt, wo sie sich tuetchenbeladen haben fallen lassen, sprach die Eine einen Satz, der mir folgende Weisheit offenbarte:

Ich denke: "Oh, meine Schuhe fallen auseinander; ich brauch' mal wieder neue."

Wer hip sein will, denkt: "Oh, es ist wieder Montag; ich braeucht mal wieder neue Schuhe." 

Kafka am Strand

Posted in Bibliothek at 11:38 by Tokbela

Demletzt, Thalia. Raffi zeigte auf das Buch. "Da, guck mal!" Ich schaute es mir an. "Hm, komischer Japaner, Kafka.. aber immerhin ein Magnetlesezeichen als Gratisgeschenk dabei, nehm ich." 

Gute Idee gehabt, Raffi. Danke.

„Als mein fünfzehnter Geburtstag gekommen war, ging ich von zu Hause fort, um in einer fernen, fremden Stadt in einem Winkel einer kleinen Bibliothek zu leben. Wenn ich alles der Reihe nach erzähle, brauche ich dafür wahrscheinlich eine Woche. Wenn ich stattdessen zunächst nur die wichtigen Punkte aufführe, dauert es ungefähr genauso lange. Das klingt vielleicht wie der Beginn eines Märchens. Aber es ist kein Märchen. In keinem Sinne.“

Quelle: Amazon.de

Haruki Murakami hat hier ein wunderschoenes Maerchen fuer Erwachsene (und das ist woertlich zu nehmen, es gibt eine Menge anatomischer Details) erschaffen. Es geht um Katzen, Liebe, Steine, Blutegel, Buecher, Sinnfragen, Sex, Welten, ein bisschen Krieg, Vergangenheit und Gegenwart. Es geht um Wind und Wasser und um die Frage, ob nun 15 oder 51 oder vielleicht doch 15 und 51. Ausserdem geht es um Freundschaft, Glueck und Entwicklung. 

Wenn das mal keine praezise Inhaltsangabe war! 

Charaktere: Top! Handlung: Jeah! Stil: An die Spruenge in der Erzaehlzeit muss man sich gewoehnen, ansonsten prima! 

Kurzum: Gelungen, dieser Roman. Werde wohl den Rest seines Lebenswerks auch noch lesen, harr.

20.8.2006

Liebe ist..

Posted in Pinnwand at 17:41 by Tokbela

R: "Heute Morgen lief wieder was mit Beinen hier rum."

T: "Ja, das war ich."

R: "Nein, das hatte mehr Beine. Und vor allem duennere."

(Die Rede war von Spinnen. Ich hab trotzdem boese geguckt. Wenigstens hat er nix von "weniger behaart" erzaehlt, hehe.) 

Merke:

Posted in Pinnwand at 17:26 by Tokbela

Extra-Knoblauch bei Uno (kostenlos) bedeutet sowas wie "Unser Gast hat die naechste Woche ueber keine wichtigen Verabredungen mehr".

T: "Schhhhaaaahhhhhhhhhtz, liehhhhhhhhhbst du miiiiichhhhhhh?"

R: "Nach dem Duschen wieder." 

(Der Dialog ist erfunden, aber nicht aus der Luft gegriffen.) 

Opa und die Sache mit dem selbstkonsistenten Universum

Posted in Parkbank at 16:54 by Tokbela

Nachdem ich beim letzten Mal ein Paradoxon vorgestellt habe, welches eigentlich gar keins ist, moechte ich euch heute das Paradoxon vorstellen, welches sich als erstes tollkuehn in mein Leben geworfen hat: Nein, nicht die Frage, warum es Nutella trotz grosser Forschungsabteilung nicht gelingt, Glaeser zu entwickeln, aus denen man auch den letzten Rest Schokohaselnusscreme entnehmen kann, ohne sich das Messer komplett einzischmieren, sondern das Grossvater-Paradoxon.

Damals war ich 14 und sollte ein Referat ueber schwarze Loecher halten. Da mich die Internetrecherche nicht weit brachte (Wikipedia gab's noch nicht und was bei einer Google-Suche nach "Schwarze Loecher" rauskam, koennt ihr euch denken), nahm ich ein Buch zur Hand, welches mir helfen sollte, Einstein zu verstehen. Seitdem weiss ich nicht nur, was Spaghettifizierung ist, sondern wuerde mir nichtmal im Traum erlauben, meinen Stammbaum anzugreifen. Aber beginnen wir von vorne.

Sicherlich kennt ihr diese Werbung fuer eine Altersvorsorge, in dem sich ein junger und ein alter Mann begegnen, nachdem letzterer spektakulaer und mit Hilfe eines Gehstocks aus einer rauchumwirbelten Zeitkapsel geklettert ist.

"Wer bist du?"

"Ich bin du."

"Wer, ich?"

"Genaaaau. Willst du ein E kaufen?"

"Und was machst du hier?"

"Mich fuer meine mickrige Rente bedanken!"

.. und nach dieser Ankuendigung hob der Alte das Bein und trat dem Jungen mit dem Elan eines Achzigjaehrigen vors Knie. 

Kommen wir jetzt zum Paradoxon. Was waere gewesen, wenn der Alte dem Jungen statt einem gut gezielten Tritt einen besser gezielten Stich mit dem Krueckstock in Herz- oder Milzgegend verpasst haette und der Junge am Blutverlust gestorben waere? Nun, hier liegt das Problem. Sieht es schon jemand? Gut, setzen.

Haette der Alte den Jungen umgebracht, waere der Junge nicht alt geworden, haette nicht in die Zeitkapsel steigen koennen und nicht in die Vergangenheit reisen koennen, um seine juengere Version umbringen zu koennen. Dann waer aber der Junge aelter geworden und haette irgendwann den Wunsch verspuert, sich fuer seine kleine Rente zu raechen…

Ziemlich dummes Problem, mh?  Aber es gibt eine Loesung! (Eine? Mehrere! Aber die lassen sich woanders nachlesen.)

Einige bis viele Wissenschaftler sind naemlich fest davon ueberzeugt, dass das Universum selbstkonsistent ist. Was das ist, hat mir vor nichtmal allzulanger Zeit mein Datenbanken-Prof beigebracht. Die Konsistenz, die wir hier brauchen, hat naemlich nichts mit dem Gefuehl zu tun, das sich entwickelt, wenn man etwas kaut (Nutella beispielsweise hat eine cremig-samtige Konsistenz, so man es denn erstmal aus dem Glas herausgeholt hat), sondern bezeichnet die Widerspruchsfreiheit eines axiomatischen Systems. Klingt kompliziert, ist es aber nicht.

Nehmen wir einfach mal meine Familie. Wenn ich juenger bin als meine Mutter, ist eigentlich alles OK. Bin ich aber aelter als meine Mama, stimmt irgendwas nicht, es ist inkonsistent.

Wenn jetzt also das Universum sieht "Hey, da ist jemand in der Zeit zurueckgereist und will das Grossvater-Paradoxon ausloesen!", funkt es dazwischen. Der Aeltere bekommt den Stock nicht hoch, der Juengere hat eine stocksichere Weste an oder oder oder.. Das ist zwar keine explizite Loesung des "theoretischen" Problems, verhindert allerdings einen Kollaps oder eine Endlosschleife, in der immer wieder jemand (nicht) umgebracht wird.

Grossvater-Paradoxon heisst es uebrigens nicht, weil der Mensch aus der Zeitkapsel so alt ist, sondern weil im Original der Grossvater umgebracht wird und daher der Vater nicht gezeugt werden kann und dadurch.. ihr wisst. 

Aber wie gesagt, alles nur Theorie. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob, wenn dann demnaechst Zeitreisen moeglich werden, tatsaechlich jemand auf die Idee kommt, das auszuprobieren. 

19.8.2006

Toks Kuechengeheimnisse (1)

Posted in Pinnwand at 20:08 by Tokbela

Wenn ich moechte, dass etwas schmeckt, mariniere ich es vorher nicht mit etwas, von dem ich weiss, dass es mir nicht schmeckt.

Bin dann mal weg, Abendessen retten. 

[Nachtrag:] 

Voilà: Putenstreifen in einer suessen Thymian-Paprika-Sauce an Kartoffelpueree mit einem herbstlichen Eisberg-Mais-Salat. 

(Die Putenstreifen mit leichter Ingwer-Note, grr.)

Hypothese

Posted in Pinnwand at 17:57 by Tokbela

Vielleicht stellt sich dieses gewisse Gluecksgefuehl waehrend und nach dem Putzen auch nur wegen der fluechtigen Loesungsmittel im Putzzeug ein.

Zumindest denke ich das, nachdem ich nun beinahe zwei Stunden meine Tastatur mit einem auf Spiritus basierenden Reiniger geschrubbt habe. 

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