2.8.2006

Die Rebellin

Posted in Bibliothek at 22:50 by Tokbela

Eigentlich habe ich mir dieses Buch nur wegen des Covers angeschaut und wegen des interessanten Klappentextes gekauft. Nun stelle ich mir nur noch eine Frage:

Warum muss der dritte Band der Trilogie erst im September erscheinen?!

Sonea lebt auf den Straßen der Stadt Imardin. Als sie eines Tages aus Zorn über die arrogante Gilde der Magier einen als unverwundbar geltenden Zauberer verletzt, werden die Meister der magischen Künste auf sie aufmerksam. Sie versuchen alles, das Mädchen zu finden, bevor ihre unkontrollierten magischen Talente zur Gefahr werden – für die Gilde, die Stadt und für Sonea selbst …

Quelle: Amazon.de

… bloed nur, dass Sonea fest davon ueberzeugt ist, die Zauberer wuerden sie toeten wollen. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass diese nur wenige Augenblicke nach ihrem Angriff.. aber lest selbst. Beziehungsweise: Lasst euch selbst einsaugen, findet euch bereits nach wenigen Augenblicken neben Sonea in der Stadt Imardin wieder und erlebt mit ihr, den Dieben und den Magiern ein wirklich fantastisches Abenteuer.

Trudi Canavan schreibt so selbstverstaendlich und lebendig, dass man alles, was man liest, einfach hinnimmt, glaubt und als gegeben einverleibt. Sie laesst eine Welt entstehen, wie ich sie noch in keinem Buch farbenpraechtiger, tiefgruendiger und vor allem glaubhafter erlebt habe (kein schlechter Anfang fuer ein Fantasybuch). Man leidet, lacht, flieht, zaubert, zuernt und liebt mit den Charakteren, die man allein schon durch einige Perspektivwechsel sehr gut kennenlernt. So begeben wir uns nicht nur in der einen Seite der Stadt (dem aermlichen Huettenviertel) wortwoertlich bis auf die Grundmauern, man erhaelt auch einen Einblick in die Strukturen und Intrigen der Magiergilde.

Auch der voellige Verzicht auf Fabelwesen (sind Engel Gefluegel?), die wenigen neu eingefuehrten Begriffe (Tee, Kaffee, Bier..), fuer die es am Ende des Buches sogar ein Minilexikon gibt, und der wirklich hervorragend aufgebaute, durchgehaltene und schliesslich aufgeloeste Spannungsbogen haben mich restlos begeistert.

Die Charaktere werden zwar bis auf Adjektive wie "hohlwangig" oder "blass" nicht weiter beschrieben, das tut aber zumindest dem Film, den mir meine Phantasie geliefert hat, keinen Abbruch.

Bei wem muss ich schleimen, um Band drei schon vor dem September zu bekommen?

Drei Probleme

Posted in Theory at 11:27 by Rafayel

Frei nach Otto: Da waren sie wieder, meine drei Probleme.

Ihr erinnert euch vielleicht noch an mein Gejammer bezueglich meiner Diplomarbeit. Ich hatte einen schlimmen Fehler bei anderen gefunden und war mir nicht sicher, ob ich mich vielleicht nicht einfach nur "verdacht" habe.

Nun, letztendlich habe ich die Autoren des Papers in den USA angeschrieben. Dank Zeitverschiebung kam auch recht schnell eine Antwort, obwohl es hier schon spaet am Abend war. Zum einen freut mich die Antwort, denn sie bestaetigen den Fehler und danken mir fuer den Hinweis. Prima, ich kann also doch noch logisch denken. Zum anderen bringt mich das mit meiner Arbeit kein Stueck weiter, denn nun habe ich den gleichen boesen Fehler bei mir und keine Ahnung, ob und wie er sich reparieren laesst.

Deshalb sitze ich hier mit meinen drei Problemen: 1. Die Abgabe rueckt unerbittlich naeher, 2. ungefaehr vier bis fuenf Seiten basieren auf einer falschen Annahme und 3. habe ich weder fuer 1. noch fuer 2. eine Loesung parat. Bemitleidet mich, bitte.

1.8.2006

Dreh dich nicht um

Posted in Bibliothek at 22:15 by Tokbela

Oha. Der dritte Band von Karin Slaughter. Wieder in Grant, wieder mit Sara und Jeffrey und Tess und natuerlich wieder mit Lena.

Als die Leiche des Studenten unter der Brücke gefunden wird, deutet alles auf einen Selbstmord hin. Für Sara Linton, Gerichtsmedizinerin des kleinen Städtchens, und ihren Ex-Mann Polizeichef Jeffrey Tolliver, traurige Routine. Deshalb denkt sich Sara nichts dabei, ihre hochschwangere Schwester Tessa im Wagen warten zu lassen, während sie den Fundort in Augenschein nimmt. Aber als Sara zum Auto zurückkehrt, ist Tessa verschwunden. Schließlich finden sie sie in einem Wäldchen. Blutüberströmt und ohne Bewusstsein. Jemand hat mehrfach mit einem Messer auf ihren Bauch eingestochen. Während im Krankenhaus der Kampf um Tessas Leben beginnt, stehen Sara und Jeffrey vor einem Rätsel: Haben sie es mit einem wahnsinnigen Rassisten zu tun?

Quelle: Amazon.de

Soso, da sterben die Campusbewohner wohl wie die Fliegen und die einzigen, die glauben, dass es keine Suizidwelle ist, sind die Hauptpersonen. Lena hat ihre Vergewaltigung nicht wirklich ueberwunden und den Job bei der Polizei gefunden, ihr neuer Chef vereinigt die Grossspurigkeit, den Egoismus und die Ueberheblichkeit saemtlicher jemals vorgekommener Romanboesewichte und wirkt daher derart ueberzeichnet, dass man um jedes Kapitel froh ist, welches ohne ihn auskommt.

Nach den ersten beiden Baenden der Autorin haette ich definitiv mehr erwartet. Wie ein Vergewaltigungsopfer immer weiter in eine Spirale aus Alkohol und Gewalt rutscht, hat in einem Vorstadtkrimi wie diesem nicht viel zu suchen. Die Story waere auch ohne "fass mich nicht an" und "du weisst es sicher aus der Zeitung, ich bin das Opfer" ausgekommen.

Natuerlich hat der boese Mann Dreck am Stecken, selbstverstaendlich mehr als gewoehnliche boese Maenner. Sein Vorstrafenregister ist etwa so dick wie das Tatoo auf seinem Oberkoerper. Ob er der Taeter ist? Man weiss es nicht, man weiss es nicht.

Eine Aufloesung ganz am Schluss durch den Gangster, der seinem letzten Opfer seine Vorgehensweise und das Motiv haarklein erzaehlt; nein wie originell.

Hier wird jemand vom Ehegatten verpruegelt, da vergewaltigt, dort ermordet. Ueberhaupt ist die Gewalt-gegen-Frauen-Quote hier recht hoch. Eigenlich nichts schlimmes, aber beim dritten Buch schon leicht ermuedend.

Eigentlich ist das Buch nicht wirklich schlecht, aber besonders prickelnd war es auch nicht. Teils war die Story chaotisch, teils war ich mit den Vorgehensweisen der Charaktere nicht einverstanden. Das Ende (das wirkliche Ende, die letzte Seite) war gut, sogar sehr. Aber das Gewurschtel davor? Nein, ich mag keine ueberzeichneten Geschichten. Ich muss keine Sex-Drugs-Alc-Rave-Party haben (in jallen Ecken bangen sie gang, jeder bietet jedem XTC an, Alkohol macht lustig), um zu zeigen, wie weit der Sittenverfall auf dem Campus bereits fortgeschritten ist. Nene.

Liebe Frau Slaughter, das ueben wir aber nochmal. Ja? 

Ausgesetzt

Posted in Bibliothek at 21:31 by Tokbela

..habe ich mir schon vor einiger Zeit gekauft und gelesen; allerdings bisher nie die Musse aufbringen koennen, darueber etwas zu schreiben, was wie eine Rezension klingt.

Neben einer Landstraße in Ontario wird ein dreijähriger Junge ausgesetzt. Seine Mutter flüstert ihm noch zu, sich an einem Zaun gut festzuhalten – doch sie kehrt nie zurück. Mit neunzehn weiß Walker Devereaux immer noch nicht, wer er eigentlich ist. Außer einem Foto von zwei Mädchen und dem Brief eines Teenagers, die man damals in seiner Jackentasche fand, hat er keine Anhaltspunkte. Aber er gibt nicht auf. Walker will das Rätsel um seine Familie lösen – und kreuzt den Weg eines mörderischen Psychopathen.

Quelle: Amazon.de

Wer sind Walkers Eltern? Gibt es einen Indianer (native american, Verzeihung) unter seinen Ahnen oder hatten Papa und Mama schon vor der Hochzeit den gleichen Vornamen? Wer ist der Junge aus den Rueckblenden? Werden die blutigen Morde je geraecht? Wer ist der alte Mann im Rollstuhl und bekommt der Protagonist die Protagonistin?

Zumindest die Antwort auf die letzte Frage sollte klar sein. Was den Rest angeht, nun, dabei werden euch die ca. 400 Seiten des Buches sehr weiterhelfen. Dass ihr dabei die Lust am Lesen verliert, ist trotz einiger Laengen und starker Verwirrungen nicht anzunehmen; es passieren quasi staendig Dinge, die man so garantiert nicht vorausgesehen hat.  

James W. Nichol ist hier ein netter Thriller gelungen. Nichts, was mich naechtelang ans Bett gefesselt hat, aber ein solides Stueck Spannungsliteratur. Kann man gerne lesen, muss man aber nicht.

PS: Und die Szene, in der das Landkind in der grossen Stadt ankommt und bemerkt, dass niemand Notiz von ihm nimmt, kam mir sehr bekannt vor.. hehe

Geschlechterkampf

Posted in Pinnwand at 17:27 by Tokbela

Raffis Art zu putzen unterscheidet sich sehr von meiner:

Boah, wir muessen das Fenster zumachen.. dann sieht man den Staub nicht mehr, der hier herumliegt.

(Vor allem jetzt, wo wieder Licht durchfaellt…) 

Darf ich vorstellen:

Posted in Pinnwand at 16:39 by Tokbela

Meine Juengste.

(Sucht, versteht sich.)

+ & –

Posted in Pinnwand at 15:52 by Tokbela

positiv:

  • schnelle und einfache Entfernung laestiger Koerperhaare.
  • die Fensterbank musste eh nochmal feucht abgewischt werden.
  • zuviel Essen macht dick.

negativ:

  • sich heisse Suppe ueber Extremitaeten kippen tut weh
  • vielleicht bleiben Schaeden (die Stelle, wo ich mir vor einem Jahr heisse Bruehe ueber den Fuss gekippt habe, ist jetzt noch veraendert. Verbrennung 2. Grades, schaetze ich.)
  • wenig Essen macht hungrig. 

Lieber Petrus,

Posted in Briefkasten at 14:06 by Tokbela

danke, dass ich jetzt nachts wieder selbst bestimmen kann, wie warm mir ist.

Deine Tok. 

Boah, ist das …

Posted in Reality at 13:35 by Rafayel

kalt! Nur 24°C und das nennt sich Sommer.

Nein, ich bin nicht endgueltig durchgedreht. Ich wollte nur einfach der Erste sein, der sich ueber den Wetterumschwung aufregt – auch wenn es nicht ernst gemeint ist. :)

(Okay, emily hat zwar bereits darueber geschrieben, aber nur positiv, soweit ich das beurteilen kann.)

Komfort fuer Anfaenger und Profis

Posted in Chaos & Illusion at 08:47 by Rafayel

Eines der wichtigsten Arbeitsutensilien eines Bloggers ist – so er denn nicht nur schreiben, sondern auch mal was lesen moechte – ein Client zum Abonnieren, Verwalten und Lesen von RSS-Feeds. Mit meinem bisherig zu diesem Zweck eingesetzten Programm RSSOwl war ich eigentlich zufrieden: Schlicht, einfach zu bedienen, typische Dreiteilung, wie man sie z.B. auch von diversen eMail-Programmen her kennt.

Durch Zufall bin ich vor ein paar Tagen ueber BlogBridge gestolpert und es hat mich wirklich begeistert. Nun habe ich ca. doppelt soviele Feeds abonniert und brauche trotzdem weniger Zeit zum Lesen. Wie das funktioniert? BlogBridge ist einfach von vorn bis hinten durchdacht und sowohl fuer Anfaenger als auch Profis ein ideales Hilfsmittel.

Auch BlogBridge nutzt eine dreiteilige Ansicht, doch statt der ueblichen Aufteilung Feedliste – Artikelliste – Artikelansicht findet man dort Guideliste – Feedliste – kombinierte Artikelliste/-ansicht. Guides sind einfach mehrere Feeds, die unter einem Namen zusammengefasst werden. Schon die kombinierte Artikelliste/-ansicht spart Zeit und dank sinnvoller Tastenkombinationen kann man die Maus gleich in Rente schicken. Zusammen mit brauchbaren Standardeinstellungen reicht das schon fuer die meisten Anwendungsfaelle.

Opfert man ein paar Minuten mehr, wird man mit einem Bewertungssystem fuer Feeds (sowohl automatisch nach verstellbaren Kriterien als auch manuell), SmartFeeds (aus den Ergebnissen von Suchanfragen ueber abonnierte Feeds werden neue Pseudofeeds generiert), Reading Lists (man uebernimmt die Feedliste – Stichwort OPML anderer Leute; aendern sie diese, so uebertragen sich die Aenderungen automatisch, falls gewuenscht), Tags, Keywords und der Moeglichkeit, nur ungelesene Artikel anzuzeigen, belohnt. Man kann sowohl seine Feedliste als auch die Einstellungen zentral auf einem Server ablegen, um auf mehreren Rechner immer die gleiche Umgebung vorzufinden.

Fazit: Egal, ob ich nur ueber meine drei Stammblogs auf dem Laufenden gehalten werden moechte oder taeglich mehrere hundert Feeds ueberwache, zusammenfasse und kategorisiert anderen Personen zur Verfuegung stelle – BlogBridge erledigt es in wenigen Minuten. Ausserdem ist es Open Source und laeuft sowohl unter Windows als auch Mac OS X und Linux.

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