3.5.2006
Posted in Parkbank at 17:51 by Tokbela
Ich besitze einige selbstdesignte T-Shirts. Auf einem davon steht vorne "Mein Key ist viel laenger als deiner!". Gemeint ist damit mein GPG-Key, deswegen steht auch hinten mein Fingerprint (also der Fingerprint meines Keys) drauf. Der ist 40 Zeichen lang (0571 1E8C BD13 61E9 7081 1A2C B34E 2F0B 3437 B1D0) und damit genauso gross wie der Fingerprint der meisten anderen GPG-Keys auch.
Die Laenge des Fingerprints hat also nicht viel mit der Laenge meines eigentlichen Keys zu tun.
So sass ich heute mit diesem meinem T-Shirt im Seminar, als mich Steffen darauf ansprach. Das ist nichts neues, auf den Linuxtagen in Chemnitz, wo ich das Shirt dieses Jahr premieretrug, wurde ich staendig darauf angesprochen und deswegen geknipst. Steffen fragte erst, ob das auch mein Fingerprint sei. Stolz bestaetigte ich dies. Dann meinte er etwas wie ".. soso, dein Key ist also laenger.. aber das ist doch nur der Fingerprint." woraufhin ich (dumm, ich weiss, ueberrumpelt, ich weiss…) "joah" und sonst nichts gesagt habe. Nix mit Erklaerung oder so… peinlich.
Warum das erwaehnenswert ist? Nun, Steffen ist "der Chef", d.h. derjenige, der mich fuer mein Informatikwissen bezahlt…
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Posted in Parkbank at 16:55 by Tokbela
Jetzt, wo der Marktplatz in Halle seiner Vollendung entgegenstrebt (eingeweiht wurde er ja schon…), braucht Halle ein neues Projekt, in dem es voll und ganz aufgehen kann. Etwas modernes muss es sein, etwas, was derzeit beinahe alle machen, etwas heisses, flippiges. Deswegen hat Halle nun auch endlich Fruehling.
Glaubt ihr mir nicht? Hier, seht selbst, was ich heute alles erleben musste:

Auf dem Weg zur Uni komme ich immer an diesem kleinen Tante-Emma-Getraenkeladen vorbei. Das Thermometer da oben ist uebrigens unbestechlich.
Ja, es zeigt 26°C. Ja, es war heute morgen auf meinem Weg zur Uni. Und ja, Tok hatte sich (vorsorglich) eine Jacke und (weil keine anderen mehr sauber waren) dicke Socken angezogen. Gute Idee. Vor allem, wenn man sich selber nicht gern hat.
Ich hab mich gern, deswegen zog ich meine Jacke 3 Schritte nach der Haustuer aus und fluchte die ganze Zeit ueber meine Socken. Das hatten die aber auch verdient, die!
Warum stellt Halle eigentlich keine Warnschilder auf? "Achtung Fruehling!" oder "Wir danken fuer Ihr Verstaendnis."..
Ueberall in Halle das gleiche Bild. Ob am Steintor oder der Saline, den ganzen Tag ueber liefen mir leicht angezogene Menschen (die Mehrheit jenseits der fuenfzig) und schnatternde Kleinkinder ueber den Weg. An der Uni das gleiche Bild. Im von den Informatik-, Physik- und Geologiegebaeuden (ich glaube, es sind nur die, auch wenn da irgendwo noch etwas sportwissenschaftliches herumstehen soll) eingeschlossenen geologischen Garten sonnten sich Studenten und die Fahrradstaender waren brechend voll (nicht dass es mich interessierte..).

Aber was beschwere ich mich.. Ein kurzes Gespraech mit unserem Quotenvietnamesen (sorry, Dat *^^*) brachte mich schnell wieder von meinem "puuuh, ist das heiss hier"-Trip herunter. In Vietnam haben sie naemlich derzeit 38°C und schwitzen auch.
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2.5.2006
Posted in Parkbank at 12:06 by Tokbela
Ich bin kurzsichtig. Sagt mein Augenarzt. Ich sage, ich bin kurz(!!)sichtig. Weil ich ohne Brille nichts sehe und eine Gefahr fuer mich und meine Umwelt darstelle. Dabei habe ich nur 2,75 bzw. 4,75 Dioptrien.
Das Dumme ist, dass man damit im Spiegel noch was erkennt. So stand ich heute Morgen im Bad und erschrak. Bin das ich? Mit diesen roten, verquollenen Augen?
Ich sah aus, als haette ich die Nacht durchgezecht, -geweint, -gezockt und ausserdem Heuschnupfen und Malaria.
Dass meine Kontaktlinse (die rechte, um genau zu sein) herumzickte (Auge: Sag mal, Tok, du willst WAS tun? – Tok: Mir ein Plastikteilchen ins Auge stecken. – Auge: Nope, dude.), verbesserte mein Aussehen auch nicht (leider aber meine Scharfsicht). Ich traute mich schon beinahe nicht auf die Strasse, aus Angst, zum Drogen- oder Terroristentest (derzeit hat ja alle Welt Angst vor Terrorismus..) gebeten zu werden. Ich bin aber heile in der Uni angekommen und hier ist solch ein Aussehen ja nichts allzu Weltbewegendes (*duck*).
Achja, Raffi: meine Katze hat Masern.
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1.5.2006
Posted in Briefkasten at 20:46 by Tokbela
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Posted in Parkbank at 18:28 by Tokbela
Rafayel und ich kommen aus zwei unterschiedlichen Gegenden Deutschlands. Er kommt aus Halle an der Saale , einer Grossstadt in der ehemaligen DDR, ich komme aus Floisdorf , einem 300-Seelen-Dorf (naja, inzwischen koennen es auch 350 sein..) in der Eifel. Fuer Leute, die in Geographie ungefaehr so begabt sind wie ich: Floisdorf liegt im westlichen Westen.
Man koennte beinahe sagen, obwohl wir die gleiche Sprache sprechen (wir sind keine Dialektfanatiker..), stammen wir aus unterschiedlichen Kulturkreisen (sorry Raffi *duck*).
Deswegen moechte ich euch nun die Geschichte vom ersten Mai erzaehlen.
(Und, liebe Floisdorfer, seid mir nicht boese, falls meine Version des 1. Mais nicht eure ist, ich schreibe das hier mit bestem Wissen und Gewissen, doch wenn man Heimweh hat, kann sich einiges verklaeren.)
Bei uns daheim ist der 1. Mai fuer die Veliebten ein besonderer Tag. In der Nacht zum 1. Mai stellen naemlich die Herren ihren Damen Maibaeume (mit bunten Kreppfahnen geschmueckte Birken, keine Tannenbaeumchen-Holzlatten-Konstrukte wie in bestimmten Teilen Sueddeutschlands) oder haengen ihnen Herzen (aus meist roten Kreppbluemchen mit dem meist weissen Anfangsbuchstaben des Geliebtenvornamens) ans Haus. Sind die Herren dabei nicht aus dem Dorf, in dem die Dame wohnt, muessen sie die "Dorfjugend" (die sonst ihre stoffliche Liebeserklaerung wieder abmontieren wuerden) gnaedig stimmen (meist, indem sie einen Kasten Bier dalassen).
Neben den "Privatmaien" (<- Achtung, Toks Wortschoepfung) (wobei eine Maie der Maibaum ist oder das Herz) gibt es auch noch eine "Dorfmaie", einen grossen Maibaum, der mitten im Dorf steht, von der Dorfjugend aufgestellt und der Bevoelkerung bewundert. Diese Dorfmaie wird wie ihre kleinen (obwohl einige der "kleinen" ganz schoen riesig werden und manchmal sogar die Haeuser neben sich ueberragen) Geschwister in der Nacht zum 1. Mai installiert, meist beobachtet und gefeiert von dem Teil des Dorfes, den es interessiert, und der mit einem Bierchen und einer Bockwurst in der Hand kloenend danebensteht.
"Privat-" und Dorfmaien koennen auch gestohlen werden, weswegen sie in der Nacht zum 1. Mai meist eifersuechtig bewacht werden.
Rafayels Erinnerung an den 1. Mai sieht hingegen ganz anders aus, wie er mir gestern Abend erzaehlte.
In Halle wurde (wie wahrscheinlich im gesamten Osten) demonstriert. Das Ganze ging frueh los, dauerte bis um mittags und jeder bekam eine Nelke. Wenn Raffi mal keine Nelke abbekam, war er sauer, weil er fuer diese Demonstration an einem freien Tag frueh aufstehen musste. Verstaendlich, das.
PS: Typisch. Wir in der Eifel huldigen unseren Lieben und die im Osten denken mal wieder nur ans Demonstrieren.
( ;
PPS: Wer der Wikipedia eher vertraut als mir (was ich durchaus verstehen kann..), sollte hier und hier schauen, um sich ueber Floisdorfs und Halles Maibrauchtuemer zu informieren.
PPPS: Huch, da war unsere Dorfpage schneller, als ich dachte. Bericht zum 1. Mai von Johannes Inden.
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Posted in Praxis at 14:35 by Tokbela
Baby Toy or Sex Toy, das ist hier die Frage! Wie edel das Gemuet des Autors dieses lustigen Quiz’ war, darueber laesst sich streiten. Dass es ueberraschende Einblicke und Spartipps fuer werdende Eltern liefert, ist jedoch unumstritten.
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Posted in Parkbank at 13:22 by Tokbela
So. Nachdem Raffi mein (_mein!_) Blog entweiht hat, bat er mich darum, auch einen Eintrag zu verfassen. (Denjenigen unter euch, die die Absurditaet nicht entdecken, sei gesagt: blub.)
Nun denn, ich fuehle mich zurueckversetzt in die Zeit, in der ich einen halbwegs vernuenftigen Homepage-Eingangstext (Hallo, dies ist die Homepage von Tokbela, $hektisch_blinkendes_GIF-Bildchen) zu schreiben hatte und mir einfach nichts einfiel. Macht aber nix, passiert mir oefter.
Deswegen werde ich euch jetzt was ueber das Pumpinglemma erzaehlen.
Das soll ich naemlich derzeit als Uebungsaufgabe beweisen, und zwar moeglichst so, dass Raffi damit einverstanden ist (nein, das stand nicht in der Aufgabenstellung, das ist hier ein Gesetz…). Nachdem er meinen ersten Versuch (“Beweis: Das ist trivial. qed.”) abgeschmettert und meinen zweiten fuer stark verbesserungswuerdig erachtet hat, habe ich nun einen dreiseitigen (!) Aufsatz ueber das Pumpinglemma im Speziellen und Beweise im Allgemeinen geschrieben, inklusive einer kurzen Einfuehrung in das Schubfachprinzip.
Dann war Raffi zufrieden und ich auch, wir haben ein bisschen Baal geklopft (das ist ein interner Ausdruck und bedeutet in etwa “einen gemuetlichen Baalrun in Diablo II veranstalten, in kleinem Rahmen, passwortgeschuetzt”) und uns dann um ein Weblog (WordPress) und dessen Einrichtung gekuemmert. Dann war es um 3, die Sonne ging schon beinahe wieder auf und wir sind ins Bett gegangen.
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