15.7.2006

Wo nicht nur der Burger King ist

Posted in Parkbank at 17:35 by Tokbela

Anlaesslich des heute stattfindenden Sachsen-Anhalt-Tages im Stadtkern (fuer den halb Halle lahmgelegt wurde und wo Rentenversicherungen allen ueber 20 Buendel von Infomaterialien in die Hand druecken – Naeheres bei Raffi) und eines nicht stattgefunden habenden Fruehstuecks auf Raffis Seite waren wir in der Innenstadt und dort im Burger King.

Ich wollte eine Sprite und einen Cheeseburger und besetzte schonmal zwei Plaetze (nicht wie ihr denkt, einen mittels meines Hinterns und einen mit Hilfe von Raffis Rucksack), waehrend Raffi meine und seine (zwei Cheeseburger und eine Cola) Bestellung aufgab. Zurueck kam er nach einigen Minuten mit einer Cola, drei Cheeseburgern und einer Potion Pommes. Naja. Dafuer war's billiger, weil es ein XY-Menue darstellte. So zuzzelten wir an einer fuer diese Temperatur und die dadurch bedingte Transpirationsmenge viel zu kleinen Cola und futterten erst die heissen Pommes auf, ehe wir unsere Burger auswickelten. Schon nach dem ersten Bissen bemerkte ich, dass etwas fehlte.

Der Kaese. Ein Cheeseburger ohne Kaese.

Also ging ich an die Theke (wo ich etwa 5 Minuten anstand) und meinte dort "Eine grosse Sprite bitte. Und wenn ich vielleicht eine Scheibe Kaese fuer meinen Cheeseburger haben koennte..". Die Frau war sehr nett (was mich angesichts des Besucherandranges schon ueberraschte), gab mir einen neuen, heissen Burger und eine Sprite, die aufs Haus ging. Jeah. 

14.7.2006

Gewonnen!

Posted in Pinnwand at 17:37 by Tokbela

Ich weiss zwar nicht, welches Spiel das genau ist, aber anscheinend habe ich ein wichtiges Etappenziel erreicht:

"Speicherplatzbenachtichtigung: Sie haben das Speicherplatzproblem erfolgreich geloest."

Danke, Windows! (Wann kommt endlich die Ubuntu-CD?) 

Rotes Kleid, weisses Kleid

Posted in Pinnwand at 14:42 by Tokbela

Wie schon vor einiger Zeit angekuendigt zwei Beobachtugen zum Thema Mode, recht zeitnah an einem Wochentag auf dem Markt:

  1. Wenn es ein windiger Tag ist (Blick aus dem Fenster hilft da), zieht man kein (rotes) Kleid an, das von der Huefte abwaerts bis knapp uebers Knie nur noch aus Zotteln besteht. Zwar scheint der Blick auf die Lingerie anderer Leute manche Menschen sehr zu interessieren, doch mag wohl nicht jeder als Anschauungsobjekt herhalten. Zumindest legten das die verzweifelten Zottelbeschwichtigungsversuche der Dame dar.
  2. Wenn die Oberweite sich schliesslich doch seufzend der Schwerkraft gebeugt hat und die Nippel gen Boden blicken (und diesem ein gutes Stueck naeher sind als noch vor einigen Jahren) und wenn man zusaetzlich noch jenseits der 60 und stark uebergewichtig ist, sei hiermit davon abgeraten, halbdurchsichtige weisse Leinenkleider ohne Unterwaesche zu tragen. Wirklich. 

13.7.2006

Fetzen

Posted in Pinnwand at 21:50 by Tokbela

Impressionen aus dem Saturn. Keine Angst, nur zwei Stueck.

  1. Bis zur voelligen Farblosigkeit blondierte Frau ganz in Schwarz (naja, das Wenige, was sie anhatte, war schwarz) in Begleitung eines farbigen Hiphoppers, dessen T-Shirt dort aufhoerte, wo seine Hosen anfingen; naemlich an den Knien. Er erzaehlt irgendwas auf Englisch, in diesem beruhigenden dunklen Singsang, der Farbigen eigen ist. Sie sagt im Sekundenabstand und immer im gleichen, den Verdacht des uebermaessigen Heliummissbrauches nahelegenden Tonfall: "Ooooooh, shit!"
  2. Modisch gekleidete – Verzeihung – Tussi mit Mini Nanohandtaeschchen (wahrscheinlich fuer einzelne Tampons) am Goldkettchen stoeckelt voraus, hinter ihr ein Mann, der sich mit einem recht grossen Staubsaugerkarton abmueht. Sie dreht sich um, floetet "Ist der Staubsauger schwer, Liebling?", und der Mann (als echter Kerl muss man sowas wahrscheinlich sagen): "Nein, Maus, kein bisschen."

wtf?!

Posted in Parkbank at 21:39 by Tokbela

Hierzu moechte ich nicht mehr schreiben als das kurze Gespraech zwischen mir (T) und dem guten Mann (M) von der BüSo, der in der Einkaufspassage seine Partei (?) vermarkten wollte.

"John Kornblum ist kein Anhaenger Hitlers, sondern Adolf ist ein Anhaenger von ihm. -BüSo-

T: Guten Tag, darf ich dieses Plakat fotografieren?

M: Aber sicher doch. Weil es Ihnen gefaellt, oder warum?

T: Nein, weil es mir nicht gefaellt.

In diesem Moment klingelte des Mannes Handy und ich machte mich mit meiner Kamera davon. Auf politische Diskussionen mit Menschen, die mit sowas werben, habe ich naemlich nicht viel Lust. Vielleicht habe ich aber auch nur den Witz nicht verstanden.

Hah-zwei-Oh

Posted in Parkbank at 19:53 by Tokbela

Raffi sagt: "Komm, Tok, lass uns einkaufen gehen, es sind nur noch 32°C!" Tok mault, findet es aber okay, weil der Eisvorrat im Kuehlschrank sich der leeren Menge nicht nur angenaehert, sondern sie erreicht hat. Das stellt fuer Raffi den absoluten Ausnahmezustand dar, und in einem solchen ist es schon verwunderlich, dass er auf eine kleine Abkuehlung gewartet hat, bevor er zum Einkaufen losstapft.

So gingen wir also leicht und sommerlich bekleidet, dabei (zumindest ich) weder auf laengere Strecken noch auf etwas anderes als Schwuele jenseits der 30°C vorbereitet, in Richtung Einkaufsparadies, als Raffi einfiel, dass die neue iX ja heute in den Laeden liegt und er unbedingt eine brauche. Im Einkaufsparadies sei sie nicht zu finden, da sie ja doch recht speziell ist und den typischen Zeitungskaeufer aus Z={ Teenie (ich kann Tokio Hotel nicht mehr sehen!), TV-Besitzer (Raffi hat trotz Farbenblindheit neulich bemerkt, dass alle Damen auf Fernsehzeitschriften wenn ueberhaupt, dann rot gekleidet sind), PC-Spieler (jetzt mit Gratis-DVD!), Oma (Der Aerzte-Roman. Spannung mit Herz(schrittmacher)), Kerl (ich darf keinen Playboy kaufen, sagt Raffi), …} nicht interessiert.

So liefen wir also zum Markt. Nicht vergessen, ich war mit meinem bodenlangen (also auch die Zehen bedeckenden) Rock und den Schaumstoff-Flip-Flops nicht wandertauglich angezogen. Hin und zurueck mit Abstecher ueber das Einkaufsparadies sind es rund 3km den "Berg" herunter und wieder herauf. Auf dem Weg hin haben wir (habe ich, Raffi hat nur den Donner gehoert, hah!) einige schoene Blitze beobachten koennen, uns aber nichts dabei gedacht. Wer ahnt denn, dass gleich darauf die Welt untergehen wuerde.. aber ich greife vor.

Wo wir schonmal unten waren, sind wir zuerst (ferngesteuert! Das waren wir nicht! Das muss eine hoehere Macht gewesen sein!) in den Saturn gegangen, um eine DVD-RAM zum Spielen Ausprobieren zu kaufen. Dabei hoerten wir, wie eine Kassiererin zu einem Kunden meinte, draussen sei es "ganz ordentlich am regnen". Pah, ein bisschen Regen hat noch niemandem geschadet, da sind Raffi und ich empfindungslos. Also bezahlt und die Rolltreppen runter.

Auf halbem Weg zwischen erstem Stock und Erdgeschoss sahen wir sie dann kommen. Die Flutwelle. Mit gigantischen 2cm Hoehe und einer geschaetzten Geschwindigkeit von einem Meter/Sekunde rollte sie auf uns zu. Die Jungs vor uns auf der Treppe konnten sich noch retten; wir mussten durchs Nass (was mir barfuessig und mit gerafftem Rock auch bravuroes gelang). Ein kurzer Blick auf die Tuer, durch die das Wasser hereinstroemte bestaetigte meine Vermutung: Land unter. Und ich ohne Kamera (warum auch, war ich doch der Meinung gewesen, nach einer Viertelstunde wieder daheim sein zu koennen). Ich aergerte mich, Raffi aergerte mich, ich kam nicht auf die Idee, Raffi zu aergern, weil er sein Fotohandy ebenfalls daheim gelassen hat.

(Eine kleine Rechenaufgabe am Rande: So ein Buergersteig ist geschaetzte 15 cm hoch. Wie hoch stand das Wasser, dass es den Kaufhof (in dessen Obergeschoss der Saturn untergebracht ist und das ein Untergeschoss hat, wo sich die Leute sicherlich sehr ueber das Wasser gefreut haben..) ueberflutet?)

Da wir aber noch dringende Geschaefte zu erledigen haben (so eine Zeitung kauft sich eben nicht von allein..), kaempften wir uns kurzentschlossen am der Ueberschwemmung entgegengesetzten Ende des Ladens durch die dicht im Eingang gedraengt stehenden vor Hitze und Regenwasser dampfenden Menschen und liefen schier todesmutig quer ueber den Markt und durch den Regen (der, wie gesagt, innerhalb von Minuten ganz Halle unter Daecher getrieben hat) zum Haus des Buches, wo wir bis auf die Haut durchnaesst ankamen und uns mit einem interessanten Buch in die gemuetlichen Ledersessel fallen liessen (natuerlich ohne sie dabei nass zu machen, natuerlich). Draussen krachte es weiter; wobei man nicht heraushoeren konnte, ob das nun Donner oder herunterfallendes Wasser war. Aber nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht: Ich finde dieses Wetter toll und bin weit davon entfernt, darueber zu meckern.

Einige Minuten spaeter (wir hatten das Buch inzwischen grob quergelesen und waren der Ansicht, es uns nicht leisten zu muessen) machten wir uns auf den Heimweg Weg zum Einkaufsparadies (wo es uebrigens eine iX gab! Grrr! GRRRR!!!) und von dort aus nach Hause.

Fazit: Heute geh ich nicht mehr duschen. Dafuer hoere ich den Feuerwehrsirenen zu.

Ein wenig Thermo, mehr Dynamik

Posted in Parkbank at 11:56 by Tokbela

Thermometer: 21°C, 07:20 Heute morgen, 07:20, Tok geht auf dem Weg zur Uni am grossen Thermometer vorbei, schaut es an, bleibt stehen, reibt sich die Augen, schaut genauer hin und holt ihre Kamera heraus. Was hat den Herrn Petrus geritten, mir frueh nach sieben schon 27°C an den Latz zu knallen?

Die Informationsveranstaltung zum Thema "Was machen Bioinformatiker eigentlich im Hauptstudium" war einerseits gut, da ich jetzt einen ungefaehren Plan habe, andererseits unbefriedigend aufgrund der scheinbar vollkommen willkuerlichen Vorlesungspolitik der Biologen. Die haben naemlich sechswoechige Intensivkurse zu einem Thema (Molekulare Mikrobiologie, Pflanzenphysiologie, das Liebesleben der Ameisen bei -30°C…), die dann von morgens bis abends gehen und Vorlesungen, Praktika und Seminare umfassen. Eigentlich ganz schick, allerdings passt das so gar nicht, wenn man (wie normale Menschen das eben tun) auch noch andere Vorlesungen hat. Mathe zB. Oder Informatik.  

Merke: Ein System strebt immer dem Zustand hoechster Unordnung entgegen. Ich muesste mal wieder wischen. Soviel dazu. 

12.7.2006

Gefuehlsleben eines Fleischereierzeugnisses.

Posted in Pinnwand at 20:06 by Tokbela

Raffi (R) und Tok (T) nach dem Abendessen:

R: Und wo kommt dein Salat hin?

T: In den Kuehlschrank.

R: Dann wird aber meiner Wurst schlecht! 

11.7.2006

Orkan

Posted in Parkbank at 23:09 by Tokbela

"Liebes Tagebuch,

heute habe ich meine Vertragsverlaengerung unterschrieben. Davor war ich noch spontan zum Blutspenden. Da ich allerdings die Zeit aus den Augen gelassen hatte, wurde es spaet und spaeter, sodass die Krankenschwester erst fuenf Minuten vor meinem Termin die Nadel aus meinem Arm zog. Sie wollte, dass ich mich noch 10 Minuten hinlegte, aber mir ging es so gut, dass sie mich nach ein bisschen Bettelei meinerseits mit einem dicken Verband und gerunzelten Brauen entlassen hat.

So lief ich denn zur netten Frau von der Personalverwaltung, wo ich fix den Vertrag unterschrieb. Auf dem Weg nach unten passierte es dann. Ich wurde ohnmaechtig. Das fuehlte sich eigentlich gar nicht schlimm an, aber es hat der Dame an der Rezeption einen ganz schoenen Schrecken eingejagt, sodass sie die 112 waehlte. Kurze Zeit spaeter kam ich schon wieder zu mir und wartete noch ein bisschen auf die Sanitaeter, die Puls und Blutdruck ueberprueften, mich fuer den Rest des Tages ins Bett steckten und ohne mich wieder fuhren. Dann ging ich nach Hause zu Raffi."

So haette der Eintrag fuer heute lauten koennen. Tut er aber nicht. In Wirklichkeit war ich nicht Blutspenden, die Vertragsunterzeichnung verlief glatt und das Aufregendste heute war, dass ich einen Ventilator zusammengeschraubt habe.

Anders ein Tag vor etwas mehr als drei Monaten. Damals sollte ich ebenfalls einen Vertrag unterzeichnen (den, den ich heute verlaengert habe) und bin davor spontan Blutspenden gewesen.. den Rest der Geschichte koennt ihr euch denken. Wenn nicht, laesst er sich alternativ auch am Anfang des Eintrages nachlesen. Jetzt, drei Monate spaeter, ist die Rechnung vom Krankenwagen noch immer nicht bei mir angekommen, dafuer ein Bescheid, dass ich am 10. 7. wieder spenden duerfe (was ich wegen der Klausur unterlassen habe) und die Ansage, dass mein Vertrag verlaengert wird. Ich hatte zwar Lust auf ein bisschen Spenderei heute, aber Raffi hat mir das angesichts des Wetters ausgeredet. Mist. Geschichte wiederholt sich doch nicht. 

10.7.2006

Fragen

Posted in Pinnwand at 15:55 by Tokbela

Aus dem Tagebuch einer frustrierten Studentin:

  • Warum schaffen es Studenten im vierten Semester nicht, sich so hinzusetzen (zwischen zwei Leuten immer ein Sitz frei, so nicht anders gefordert), dass eine Klausur einfach so und ohne Moderation ("Heh, Sie da, im gruenen T-Shirt!") beginnen kann?
  • Warum dauert es mindestens fuenf Minuten, diesen acht Studenten (die seit zwei Jahren studieren und davor alle das Abitur, die sogenannte "Reifepruefung" bestanden haben) beizubringen, wie sie sich zu setzen haben und warum das sein muss ("Aber wir gucken schon nicht voneinander ab..")?
  • Wieso muss man eine Extrawurst kriegen, wenn vor der Klausur klipp und klar gesagt wurde "Bloecke und Blaetter vom Tisch, nur auf den Aufgabenzetteln schreiben, da ist genug Platz!" und warum muss man diese Extrawurst lautstark und zeitraubend fuer sich einfordern?
  • Wieso muss man sich lautstark zieren, seinen Spickzettel abzugeben, wenn man seit 10 Minuten von einer Aufsichtsperson beim Schummeln beobachtet wurde? Warum muss dann erst der Prof kommen und einige beguetigende Worte sagen? Die Klausur desjenigen wurde doch eh schon eingesammelt..
  • Warum komm ich mir vor wie in der Grundschule?

.. und das alles waehrend einer einzigen Klausur..

PS: Wenn der Herr Pasteur die Pasteurisierung erfunden hat, von wem wurde dann die Homogenisierung erfunden?

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