1.8.2006

Ausgesetzt

Posted in Bibliothek at 21:31 by Tokbela

..habe ich mir schon vor einiger Zeit gekauft und gelesen; allerdings bisher nie die Musse aufbringen koennen, darueber etwas zu schreiben, was wie eine Rezension klingt.

Neben einer Landstraße in Ontario wird ein dreijähriger Junge ausgesetzt. Seine Mutter flüstert ihm noch zu, sich an einem Zaun gut festzuhalten – doch sie kehrt nie zurück. Mit neunzehn weiß Walker Devereaux immer noch nicht, wer er eigentlich ist. Außer einem Foto von zwei Mädchen und dem Brief eines Teenagers, die man damals in seiner Jackentasche fand, hat er keine Anhaltspunkte. Aber er gibt nicht auf. Walker will das Rätsel um seine Familie lösen – und kreuzt den Weg eines mörderischen Psychopathen.

Quelle: Amazon.de

Wer sind Walkers Eltern? Gibt es einen Indianer (native american, Verzeihung) unter seinen Ahnen oder hatten Papa und Mama schon vor der Hochzeit den gleichen Vornamen? Wer ist der Junge aus den Rueckblenden? Werden die blutigen Morde je geraecht? Wer ist der alte Mann im Rollstuhl und bekommt der Protagonist die Protagonistin?

Zumindest die Antwort auf die letzte Frage sollte klar sein. Was den Rest angeht, nun, dabei werden euch die ca. 400 Seiten des Buches sehr weiterhelfen. Dass ihr dabei die Lust am Lesen verliert, ist trotz einiger Laengen und starker Verwirrungen nicht anzunehmen; es passieren quasi staendig Dinge, die man so garantiert nicht vorausgesehen hat.  

James W. Nichol ist hier ein netter Thriller gelungen. Nichts, was mich naechtelang ans Bett gefesselt hat, aber ein solides Stueck Spannungsliteratur. Kann man gerne lesen, muss man aber nicht.

PS: Und die Szene, in der das Landkind in der grossen Stadt ankommt und bemerkt, dass niemand Notiz von ihm nimmt, kam mir sehr bekannt vor.. hehe

Geschlechterkampf

Posted in Pinnwand at 17:27 by Tokbela

Raffis Art zu putzen unterscheidet sich sehr von meiner:

Boah, wir muessen das Fenster zumachen.. dann sieht man den Staub nicht mehr, der hier herumliegt.

(Vor allem jetzt, wo wieder Licht durchfaellt…) 

Darf ich vorstellen:

Posted in Pinnwand at 16:39 by Tokbela

Meine Juengste.

(Sucht, versteht sich.)

+ & –

Posted in Pinnwand at 15:52 by Tokbela

positiv:

  • schnelle und einfache Entfernung laestiger Koerperhaare.
  • die Fensterbank musste eh nochmal feucht abgewischt werden.
  • zuviel Essen macht dick.

negativ:

  • sich heisse Suppe ueber Extremitaeten kippen tut weh
  • vielleicht bleiben Schaeden (die Stelle, wo ich mir vor einem Jahr heisse Bruehe ueber den Fuss gekippt habe, ist jetzt noch veraendert. Verbrennung 2. Grades, schaetze ich.)
  • wenig Essen macht hungrig. 

Lieber Petrus,

Posted in Briefkasten at 14:06 by Tokbela

danke, dass ich jetzt nachts wieder selbst bestimmen kann, wie warm mir ist.

Deine Tok. 

31.7.2006

Neu

Posted in Pinnwand at 18:23 by Tokbela

Tok mit bunt bemaltem Stoff-FaecherUnd Tok sprach: "Es werde Wind!" 

Und es ward Wind.

Und Tok sah, dass es gut war.

(Oder anders ausgedrueckt: Nach einigen Schwierigkeiten habe ich nun endlich meinen Faecher! Er ist aus Holz, Stoff und handbemalt. Wusste garnicht, dass unser netter Mann vom Asia-Shop solche Schmuckstuecke fuer so wenig Geld vertreibt. Woanders haette ich fuer den Preis einen Plastik-Papier-Faecher in halb so gross bekommen.) 

Nachreich-Fotos

Posted in Praxis at 17:07 by Tokbela

Die beiden Ausstellungen, in denen wir waren, mussten natuerlich auch ordentlich abgelichtet werden. Die Saline nur von aussen, da drin strenges Fotografierverbot herrschte. (Die nette Dame an der Kasse meinte zwar, sie wuerde alle vorhandenen Augen zudruecken, aber sie gehoerte nunmal nicht zu den argwoehnisch guckenden Aufpassern..)

Weil ich mehr zu zeigen denn zu erzaehlen habe, sind die Kommentare zu den Bildern unten zusammengefasst.  

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  • Hier darf Raffi parken.
  • Ich war da! Ich bin in! Ich habe den EventContainer besucht!
  • Sehr rustikal, kein Vergleich zum "Stahl und Glas, Glas und Stahl, als Architekt bin ich 'ne Qual"-Stil einiger anderer Ausstellungsraeume.
  • Teils offene, teils geschlossene Raeume. Die Wuerfel zeigten uebrigens den Platz pro Einwohner in verschiedenen Jahren. Man konnte sich aber auch draufsetzen ( ;
  • Feuerloescher! (Ohne weiteren Kommentar.)
  • Diesen Raum habe ich nicht wirklich verstanden. War uebrigens Nummer 10
  • .. denn wir sind ja in Halle
  • Saline von der anderen Seite. Gegenlicht rockt.

Erdbeermarmeladehonigbrot

Posted in Praxis at 14:59 by Tokbela

Tom hat solche Lust auf ein Erdbeermarmeladebrot mit Honig (klingt eklig. Da lob ich mir meinen Erdnussbuttertoast mit Pflaumenmus). Aber er hat weder ein Brot, noch Erdbeermarmelade, noch Honig. Deswegen geht er zu seinem Freund, dem Mueller..

Die Geschichte ist niedlich und genial vorgelesen von Dirk Bach, den ich ja als Vorleser sehr mag. Die Auswahlmoeglichkeiten sind teils sehr interessant (diplomierter Erdbeerquetscher, aha) und das arme Kung-Fu-Maedchen rockt eh. 

Tom und das Erdbeermarmeladebrot mit Honig koennt ihr hier spielen (laedt etwas laenger).

Und wenn ihr eh schonmal da seid, koennt ihr auch gleich die Maus anziehen..

 metamorphmaus.jpg

30.7.2006

Halophil?

Posted in Parkbank at 18:21 by Tokbela

Nach unserem Besuch der Ausstellung WandelHalle[..] haben wir noch kurz im "technischen Halloren- und Salinemuseum" vorbeigeschaut, um uns wirklich umfassend zu bilden (und weil es in der Naehe lag). 

Die momentane Ausstellung gliederte sich in drei Teile. Erst wurde ein kurzer (in drei kleinen Raeumen untergebrachter) Ueberblick ueber Halloren und ihre Brauchtuemer gegeben, anschliessend eine Menge Silberpokale gezeigt (die den Halloren seit Urzeiten jaehrlich geschenkt werden, seltsame Tradition..) und ueber "Erbhuldigung" aufgeklaert (an dieser Stelle moechte ich meine Mama schoen gruessen), schliesslich noch ein wenig ueber Salzgewinnung im Allgemeinen und Hallorische Salzgewinnungsmaschinen im Speziellen aufgeklaert. 

Es haette informativ sein koennen, wenn die penetrant anwesenden Museumsmitarbeiter statt mit Argusaugen ueber ihr Inventar zu wachen (was mir sehr unangenehm war, auch aufgrund der Enge der Raeume) auch mal erklaert haetten, was das ueberhaupt ist. Die einzigen Aufklaerungsversuche ihrerseits erzielte ich durch lauthalses Wundern ("Ich wuesste ja zu gern, ob.."); jedoch waren diese nicht wirklich befriedigend (".. anschliessend wird das Salz manuell in drei Koernungsgrade eingeteilt und abgefuellt. Hier ist der Ausgang, schoenen Tag noch.").

Uebrigens, Ines: Das (unjodierte!) Salz gibt es in Biolaeden, Drogerien, Apotheken und bei Bauern. Die uebrigen Handelspartner habe ich leider vergessen, aber einen Bioladen hat man ja normalerweise in der Naehe. 

AnsichtsWandel

Posted in Parkbank at 18:01 by Tokbela

WandelHalle – Stadt als Ansichtssache.

So hiess eine Ausstellung, in der Eltern, Raffi und ich gestern waren. 

Darauf aufmerksam gemacht wurde ich von einer Strassenbahndurchsage, die jeweils knapp vor der Haltestelle "Saline" vom Band gelassen wurde. Die Intonation und der Sprachrhythmus waren wie die Qualitaet der Aufnahme; naemlich grottig. Ist aber nichts Besonderes, weil die HAVAG es bis auf eine englische Werbung fuer irgendein Haendelfestspiel bisher nicht fertiggebracht hat, in ihren Bahnen ansprechende und verstaendliche Informationsdurchsagen anzubieten. Inzwischen liebe ich Sprachcomputer. Aber zurueck zum Thema.

Im Rahmen einer Samstagsausflugsorganisation (Eltern waren ja da, denen muss man ja was bieten und den Zoo haben wir bereits besucht) bin ich wieder ueber diesen seltsamen Titel gestolpert und habe die Webseite mal quergelesen.

Dadurch, dass das Ganze (also die Ausstellung) nur einen Euro kosten sollte und zudem in der Naehe des Halloren- und Salinemuseums stattfindet, welches ich mir bei Gelegenheit eh mal anschauen wollte, wurde es tatsaechlich unser Ausflugsziel.

Der grosse, mit seinem durch an Gerueste erinnernde Stahlstreben abgestuetzten Fachwerkgehoelz und den rohen Ziegelmauern sehr robust wirkende Ausstellungsraum ist in insgesamt zehn kleinere Raeume unterteilt worden. In diesen teils geschlossenen, teils offenen Unterraeumen werden verschiedene Themen des Aus-, Ab- und Umbaues Halles behandelt; teils als Multimediashow, teils durch Schautafeln verdeutlicht. Die Raeume sind durchnummeriert, muessen jedoch nicht in der angegebenen Reihenfolge durchlaufen werden, da die Themen weitestgehend unabhaengig voneinander sind. Die Raeume in der angegebenen Reihenfolge zu durchlaufen ist uebrigens anstrengend (da zickzack) und orientierungssinntrainierend.

Gleich zu Anfang erwartet einen eine Zeitraffersequenz, in der der Abbau eines Plattenbaus dokumentiert wird. Am Ende des Filmchens beginnt der Abbau nicht von vorne, vielmehr wird der Film in umgekehrter Richtung nochmals gezeigt, sodass der Eindruck entsteht, das Haus wuerde wieder aufgebaut. Dieser an das Spielen mit Lego-Steinen erinnernde Effekt hat mir als Wessi wohl am Besten gezeigt, was "Platte" ueberhaupt bedeutet. (Klar war es mir schon vorher, aber so anschaulich habe ich es noch nie gesehen)

Die Themen in den Raeumen reichen vom geplanten Rueckbau der Silberhoehe ueber die Saale bis hin zu Bevoelkerungsentwicklungen und Altersschichten verschiedener Stadtteile. Alles ist sehr anschaulich dargestellt; Fotos, Statistiken, Monitore und Texte wechseln sich als Medium der Wahl ab und jeder Raum hat seine eigene typische Tonkulisse.

Teilweise ist zwar nicht klar, wie genau diese "Ausstellung zum Mitmachen" funktioniert und beim Toilettengang muss man stark aufpassen, dass man beim Hinsetzen sein Ohr nicht an der Tuerklinke aufhaengt (an dieser Stelle bitte nicht lachen), doch Alles in Allem ist es eine schoene, informative, interessante und auch spannende (schonmal ueber ein grosses Satellitenfoto von Halle gelaufen?) Ausstellung, die nicht nur guenstig (fuer den Eintrittspreis bekommt man zwei Informationsheftchen und vier postkartengrosse Bilder mit historischen Fotos kostenlos) und zentral gelegen ist, sondern auch fuer Hallenser, Halloren, Hallunken und Auswaertige rundherum Spass macht.

(Toll fand ich ja auch, dass sie dort original hallensische Muelleimer verwenden.. aber das nur am Rande.) 

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