15.3.2007
Sakral
"Der Luefter vom anderen Rechner macht aber seltsame Geraeusche", denk ich mir so, bevor mir auffaellt, dass der Klang von Kirchenglocken stammt.
Willkommen daheim, technisierte Welt.
Erfrisch disch rischtisch!
"Der Luefter vom anderen Rechner macht aber seltsame Geraeusche", denk ich mir so, bevor mir auffaellt, dass der Klang von Kirchenglocken stammt.
Willkommen daheim, technisierte Welt.
Geheilt! Zugewachsen! Und den Seifentest hat's auch schon bestanden! (Wenn's brennt, ist es nicht zu.)
Bin mal gespannt, was die Frau Arzt dazu sagt. Dabei ist das Riesenpflaster beinahe ganz von alleine abgefallen. Unschuld, ich wasche meine Haende in dir.
"Einfach erwaermen und geniessen" hiess es auf der Packung TK-Zuckererbsenschoten und ich freute mich…
… bis ich das Knaeuel Schotenfaeden zwischen meinen Zaehnen hervorpuhlte. Nach einer besseren Loesung wird geforscht.
"Mutti, wie entkalkst du eigentlich Wasserhaehne?"
"Oehm. Mit Essig. Und jetzt geh dein Zimmer aufraeumen."
Es klappt tatsaechlich. Mit neuen Klamotten, einem strahlenden Laecheln und einer gehoerigen Portion Selbstbewusstsein ist der dicke Hintern egal. Zumindest sagen mir das die Blicke und das Laecheln der Schnuckelchen jungen Maenner im Anzug auf der Strasse.
(Aber verratet Raffi nix davon!)
Reingestochen, am Kolben gezogen. Nix. Laaaangsam rausgezogen, dabei gedreht. Noch immer nix. "Nee, da find ich nix. Wir versuchen's mal auf der anderen Seite."
Andere Seite. "Weia, die ist aber duenn. Hoffentlich platzt die nicht!"
Hat dann geklappt. Auch wenn ich mich schon mit geplatzer Vene und abgesprengtem Arm gesehen habe – oder so.
Viele Persoenlichkeitstests im Internet konnten mir nicht das sagen, was ich heute herausgefunden habe: Wie wirke ich eigentlich auf andere Leute?
Die Antwort ist nicht sehr schmeichelhaft. Man haelt mich scheinbar fuer einsam, verzweifelt und naiv. Oder warum wurde ich von den Zeugen Jehovas angeworben (ah, so sehen die Leute also aus) und von einem kleinen, dicken Italiener mit Halbglatze angesprochen? "Hallo, ich kenne dich irgendwoher! Ich bin oft in Karlsruhe!" – "Unmoeglich. Ich komme aus Halle." – "Oh. Naja, hallo. Ich bin Giovanni." – "Ich heisse Anne und warte hier auf meinen Mann." – "Ah. Si. Schoenen Abend noch."
Ein schoenes Erlebnis jedoch war folgendes: Ich lief zwischen zwei flyerverteilenden Jungs durch, hob die Haende in die Hoehe und sagte "Nein Danke, egal, was es ist!". Die Jungs zogen ihre Zettel zurueck und riefen mir nach: "Fitnessstudio!"
Wir guckten uns an und lachten los. Dann hab ich eine Probestunde gebucht und an einem Gewinnspiel (ein Jahr Schwitzen fuer lau) teilgenommen. Und das nur, weil die Jungs Sinn fuer Humor haben.
Stromausfall. Eine Stunde lang. Schoen, ich bade heiss und die Nachbarn essen bei Kerzenlicht zu Abend.
Verbandswechsel. Die Krankenschwester hab ich in der Ambulanz noch nie gesehen. Beim Drumherumwickeln wurde mir auch klar, warum.
Ich muss mich mit dem Verband anstrengen, damit er fest sitzt. Normalerweise bewegen sich meine Patienten anschliessend naemlich nicht mehr.
(Stationaer eingewiesene. Nicht Mumien.)
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